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17. April 1748

Wiederentdeckung Pompejis

Die Aufräumtrupps hatten schnell aufgegeben. Schon wenige Tage nach dem verheerenden Ausbruch des Vesuv im August 79 n. Chr. hatten sie erkennen müssen, daß Pompeji verloren war. Allmählich verblaßte danach die Erinnerung an die einst blühende Stadt, die tief unter Asche und Schutt begraben lag – bis sie fast 1700 Jahre später wiederentdeckt wurde. Nachdem Grabungen im benachbarten Herculaneum von Erfolg gekrönt waren, gab König Karl III. von Bourbon im März 1748 die Erlaubnis, auch in der Gegend zu graben, die bei den Einheimischen „La Cività“ hieß. Schon im April begannen dort die Arbeiten unter der Leitung des Spaniers Rocco de Alcubierre. Da man vornehmlich auf der Suche nach Schätzen für die königlichen Sammlungen war, erfolgten die Grabungen völlig unsystematisch. Etliche ausgegrabene Häuser wurden wieder zugeschüttet, nachdem Wandfresken, Kunstgegenstände und Statuen fortgeschafft worden waren. Die Gewißheit, daß man tatsächlich Pompeji wiederentdeckt hatte – und nicht Stabiae, wie Alcubierre lange Zeit vermutete – brachte erst die 1763 entdeckte Inschrift „respublica Pompeijanorum“. Im folgenden Jahrhundert bemühte man sich verstärkt um eine systematische und wissenschaftliche Rekonstruktion Pompejis, die bis zum heutigen Tag andauert. Das Hauptaugenmerk der Archäologen liegt jedoch mittlerweile darauf, die vom Tourismus und Umwelteinflüssen schwer beschädigte antike Stadt vor einem zweiten Untergang zu bewahren.

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