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1. Mai 1865

Wiener Ringstraße wird eingeweiht

Der Plan, die Stadtbefestigung Wiens zu schleifen, war bereits unter Maria Theresia und Joseph II. diskutiert worden. Zu stark war die Bevölkerung in den Vorstädten angewachsen, so daß die Befestigungsanlagen eine immer geringere Verteidigungsfunktion besaßen. Außerdem hatten sie angesichts der Fortschritte der Artillerie jeden militärischen Wert verloren. Daß man sich dennoch nicht zur Schleifung der Bastionen entschließen konnte, lag an den stürmischen Entwicklungen in der Nach?folge der Französischen Revolution. Die Stadtmauern sollten nämlich zumindest Hof und Regierung vor den aufständischen Arbeitern in den Vororten schützen.

Erst das nach der Revolution von 1848 begonnene Modernisierungsprogramm der Habsburger-Monarchie sah den Abbruch der Befestigungsanlagen vor, verkündet durch den Erlaß Kaiser Franz Josephs I. vom 20. Dezember 1857. Eine Verbindung zwischen der Altstadt und den Vorstädten sollte so endlich geschaffen, die physische Einheit der Stadt hergestellt werden. Zudem sollte auf die „Verschönerung Meiner kaiserlichen Residenz- und Reichshauptstadt Bedacht“ genommen werden. 57 Meter breit, vier Kilometer lang, wurde die Ringstraße mit ihren prächtigen Repräsentativbauten von den berühmtesten Architekten und Künstlern gestaltet. Am 1. Mai 1865 weihte Franz Joseph ein erstes Teilstück zwischen dem Stuben- und dem Burgtor ein.

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