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2. März 1689

Zerstörung Heidelbergs

Er hatte die politischen Beziehungen zwischen der Pfalz und Frankreich festigen wollen, als Kurfürst Karl I. Ludwig 1671 seine Tochter Liselotte von der Pfalz mit Philipp I. von Orléans, dem Bruder Ludwigs XIV., verheiratete. Statt aber die politische Lage für die Pfalz zu entspannen, schuf diese Heirat enorme Verwicklungen, als der Sohn Karls I. Ludwig, Karl II., letzter Spross des Hauses Pfalz-Simmern, kinderlos starb. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. forderte nämlich sogleich das pfälzische Erbe seiner Schwägerin für sich. Es kam zum Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Um seine Forderung durchzusetzen, fiel Ludwig XIV. im Herbst 1688 mit seinen Truppen in die Pfalz ein und besetzte die kurpfälzische Residenzstadt Heidelberg, aus der der neue Kurfürst, Philipp Wilhelm aus dem Haus Pfalz-Neuburg, bereits geflohen war. Als die Franzosen am 2. März 1689 wieder abzogen, wurden Heidelberg und das Heidelberger Schloss ein Raub der Flammen. Zwar konnten die Verteidigungsanlagen so weit wiederhergestellt werden, dass sie die Franzosen, als diese 1691 und 1692 erneut vor Heidelberg standen, abhielten. Im Mai 1693 jedoch gelang es den Angreifern, die Türme und Mauern zu sprengen. Die Schlossruine wurde danach nie wieder aufgebaut und geriet fast völlig in Vergessenheit, nachdem der pfälzische Kurfürst seine Residenz 1720 nach Mannheim verlegt und Heidelberg mit den Worten verlassen hatte, es möge „Gras auf [seinen] Straßen wachsen“. Das Schloss vor der

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Nep|tu|ni|um  〈n.; –s; unz.; chem. Zeichen: Np〉 künstliches radioaktives Element, Ordnungszahl 93 [neulat., nach dem Planeten Neptun ... mehr

Glau|kom  〈n. 11; Med.〉 = grüner Star2  [zu grch. glaukos ... mehr

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