146 v. Chr. Zerstörung Korinths - wissenschaft.de
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146 v. Chr.

Zerstörung Korinths

Mit voller Wucht entlud sich Roms Zorn über Korinth. Die Stadt hatte es gewagt, sich gegen Rom zu stellen, und musste dafür 146 v. Chr. büßen. Der Feldherr Lucius Mummius ließ alle Einwohner in die Sklaverei verkaufen und den Ort dem Erdboden gleichmachen. Erst 100 Jahre später wurde Korinth neu gegründet. Mummius brachte aus der reichen Stadt Unmengen hochgeschätzter Kunstwerke in die Heimat, darunter viele aus „korinthischem Erz“. Der Legende nach ist diese Legierung entstanden, als während der Plünderung Korinths Gold und Silber mit Bronze verschmolzen. Der ältere Plinius verkniff sich im 1. Jahrhundert n. Chr. nicht die Spitze, dass nur Leute, die Kunstkenntnisse bloß vortäuschten, an dieses Märchen glauben könnten. Immerhin kannte man viele Werke aus korinthischem Erz, die Generationen vor Korinths Zerstörung entstanden waren.

Das änderte nichts an dem Wert, den die römischen Aristokraten diesem Metall beimaßen. Angeblich wurde es nahezu mit reinem Gold aufgewogen. „Bei vielen“, so bemerkt Plinius, „wurde die Begierde nach dem korinthischen Erz zur Raserei“. Als tragisches Beispiel zitiert er den Schriftsteller Gaius Verres. Dieser soll bei seinen Gastmählern mit einer Vielzahl derartiger Kunstwerke geprotzt haben. Dies wurde ihm zum Verhängnis, als das zweite Triumvirat, bestehend aus Oktavian, Antonius und Lepidus, im Jahr 43 v. Chr. verhasste Leute einfach für vogelfrei erklärte. Auch Verres landete auf dieser Proskriptionsliste – angeblich, weil er Marcus Antonius nicht seine kostbare Sammlung korinthischer Bronzen überlassen wollte.

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in|for|mell  〈Adj.〉 nichtformell, ohne Formalitäten; Ggs formell ... mehr

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