12.04.1606 Zwei Kronen, eine Flagge - wissenschaft.de
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12.04.1606

Zwei Kronen, eine Flagge

Im Jahr 1603 starb Königin Elisabeth I. von England ohne Nachkommen. Die Krone fiel an König Jakob VI. von Schottland, der den englischen Thron als Jakob I. bestieg. Diese „Union der Kronen“ wurde angesichts der jahrhundertealten Konflikte zwischen England und Schottland mit Zustimmung und Misstrauen gleichermaßen begrüßt. Jakob indes schwebte der Titel „King of Great Britain“ und ein besonderes Symbol vor, das die neue Einheit von England und Schottland ausdrücken sollte.

Am 12. April 1606 führte er eine neue Flagge für Schottland und England ein. Diese zeigt das schottische Andreaskreuz auf blauem Grund und darüber gelegt das englische Georgskreuz. Die Geburt des „Union Jack“ stieß allerdings in Schottland auf herbe Kritik, sah man sich doch bildlich durch das Georgskreuz unterjocht. Kurzerhand wurden die Kreuze umgedreht und das Andreaskreuz über das Georgskreuz gelegt. Diese Form des Union Jack wurde in Schottland verwendet, bis es 1707 im „Act of Union“ formell zur Gründung Großbritanniens kam. Irland fand dauerhaft erst im Jahr 1801 – mit der Geburt des „Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland“ – Aufnahme in den Union Jack, allerdings nicht mit der populären irischen Harfe, sondern mit dem bis dato wenig verwendeten roten Patrickskreuz. Wales, das schon im 16. Jahrhundert mit England vereint wurde, ist bis heute mit keinem Element im Union Jack vertreten.

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