Wissenschaftsbild der Woche

Wissenschaftsbild der Woche

22.06.2017

Männermangel bei Klimawandel

Durch den Klimawandel, so befürchten Biologen, könnte der Fortbestand der Meeresschildkröten gefährdet sein. Denn wärmere Meerestemperaturen bringen das Gleichgewicht der Geschlechter durcheinander.

Schon seit den 1980er-Jahren ist bekannt, dass die Umgebungstemperatur das Geschlecht der Schildkrötenembryos bestimmt. Optimale Bedingungen für ein ausgewogenes Verhältnis von weiblichen und männlichen Nachkommen sind 29 Grad Celsius. Ist es kälter, kommen mehr Männchen zur Welt – ist es wärmer, mehr Weibchen.

Nun veröffentlichten Wissenschaftler um Jacques-Olivier Laloë vom University's College of Science im Global Change Biology Journal eine weitere Erkenntnis: Sie prüften neben dem Temperatur-Effekt der Geschlechtsbestimmung auch die Überlebensrate im Nest. Eier von Meeresschildkröten entwickeln sich am besten bei 25 bis 35 Grad Celsius. Wird es wärmer, können sich die Embryonen nicht mehr normal entwickeln. "Bis zu einem bestimmten Punkt haben die wärmeren Temperaturen einen positiven Einfluss und lassen die Population zunächst wachsen", erklärt Laloë. "Es werden nämlich mehr Weibchen produziert, die mehr Eier legen. Aber jenseits des kritischen Punktes nimmt dann die natürliche Wachstumsrate ab, da die Neststerblichkeit zunimmt." Im Meer um den afrikanischen Inselstaat Kap Verde erwarten die Forscher beispielsweise, dass der Nestbau um rund 30 Prozent bis zum Jahr 2100 zu nehmen wird. Steigen die Temperaturen dann weiter, bricht die Population ein.

Foto: Kostas Papafitsoros

© wissenschaft.de - Ruth Rehbock/Karin Schlott
22.06.2017

Reis-Mosaik von Menschenhand weiter

Der älteste Pilz der Welt weiter

Frosch mit Durchsicht weiter

Gefährliche Schönheit weiter

Ohren auf – und ab! weiter

Gletscher im Schmelztiegel weiter

600 Millionen Jahre junge Galaxie weiter

Zahnschuppen ums Maul weiter

Kauziger Repräsentant weiter

Schmelzwasser statt Meteorit weiter

Ultrakalter Quantentropfen weiter

Himmel in Radio-Farben weiter

Forschungsstation als Bewegungskünstler weiter

Janusköpfiger Parasit weiter

Drei Millionen Jahre jung weiter

Leuchtende Sternenstube weiter

Virtuelle Reise ins Gehirn weiter

Die Drachen im Insektenreich weiter

Regenwald im Radarblick weiter

Ein Bild vom Unsichtbaren weiter

Plutos emsige Eismassen weiter

Blaue Gedächtnislücken weiter

Rembrandt aus dem Rechner weiter

Weltraumspinne bewacht junge Sterne weiter

Schnell-Schnapper-Spinne weiter

Einblick ins Gedächtnis weiter

Stubenhocker und doch fit weiter

Gefärbte Tumorgenese weiter

Bedeutende Bernstein-Blüte weiter

Winzig und weltweit einzigartig weiter

Demografie der Milchstraße weiter

Himmelszelt des Südens weiter

Wasserstoffblonde Himmelskarte weiter

Diffuser Masseverlust weiter

Gefiederter Klimabotschafter weiter

Kosmisches Jubiläumsspektakel weiter

Haarige Angelegenheit weiter

Vom schönen Schwan zum hässlichen Entlein weiter

Biene mit Huckepack-Sensor weiter

Die kleinste Schnecke der Welt weiter

Blutroter Weltraum-Hummer weiter

Mikrohirn im Makroblick weiter

Kosmischer Schmetterling weiter

Fleischfressender Facebook-Fund weiter

Von wegen Roter Planet weiter

Wunderwesen unter Wasser weiter

Lebensspuren unter Glas? weiter

Springspinne mit Sonnenbrille weiter

Feuerwerk zum Jubiläum weiter

Meister des Unsichtbaren weiter

Psychedelische Impression weiter

Von der Sonne kommt die Kraft weiter

Fruchtbare Fruchtfliegen weiter

Insektenforscher spielen Lego weiter

Erde in der dritten Dimension weiter

Gehörnte Neuentdeckung weiter

Gefährliche Schönheit weiter

Mikroskopische Strömungen weiter

Farbenprächtiger Grünspecht weiter

Tödliche Schönheit aus dem Meer weiter

 

 

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Bedrohte Verwandte

Droht ein Massensterben der Primaten? Eine groß angelegte Studie kommt zu diesem Schluss. Mittlerweile sind rund 60 Prozent aller Affenarten vom Aussterben bedroht, weil der Mensch die Lebensräume der Tiere zerstört. Doch noch ist Zeit, die Vielfalt der Primaten zu retten. Unsere Bildergalerie bietet einen Einblick in die Welt der Affen. weiter

Mit dem Atlas auf Weltreise

Wo genau liegen die Bissago-Inseln? Und wie sieht es dort aus? Der "Satelliten Weltatlas" gibt Antwort auf beide Fragen – nicht nur für die Bissago-Inseln von Guinea-Bissau, sondern auch für viele weitere Regionen. Karten und Satellitenbilder laden ein auf eine Weltreise vom heimischen Wohnzimmer aus. weiter

Tatort in 3D

Einen Tatort komplett einpacken und an einem anderen Ort wieder aufbauen. Das geht – in der "Cave" des Stuttgarter Höchstleistungszentrums. Dazu werden Laserscan-Aufnahmen in einen Glaskubus projiziert und ein realer Ort  in 3D nachgestellt. Thomas Link, Fotograf für bild der wissenschaft, hat die Cave mit seiner Kamera besucht. weiter

Der Glockendoktor

Nach einem gewaltigen Krach blieb die St. Petersglocke im Kölner Dom still. Ein Ingenieursteam begab sich auf Spurensuche und brachte die Glocke wieder zum Läuten. Fünf Jahre nach dem Klöppelsturz kamen die Glockendoktoren zurück – zur Kontrolle. bild der wissenschaft-Fotograf Ralf Baumgarten war dabei. weiter

 

 

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Was ist der Grund des langen Giraffenhalses? Und warum haben Zebras Streifen? Solchen Fragen stellt sich Leo Grasset in seinem Buch – mit viel Sachverstand und Witz.

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