Der erste Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) war 1998 Siemens Solar Industries im kalifornischen Camarillo. Die Fabrik, die 2002 von Shell Solar übernommen und im Frühjahr 2006 geschlossen wurde, etablierte das bisher am meisten genutzte Produktionsverfahren: Man bringt zunächst Kupfer, Indium und Gallium durch Kathodenzerstäubung (Sputtern) auf ein mit Molybdän beschichtetes Glassubstrat auf. Dabei werden die Metalle in so genannten Targets mit Ionen beschossen, wodurch Atome herausgeschleudert werden und sich auf dem Substrat niederschlagen. Anschließend scheidet man bei hohen Temperaturen Selen aus Selenwasserstoff ab. In seinem Münchner Forschungszentrum hat Shell Solar inzwischen eine Alter- native mit Selendampf entwickelt.
Der amerikanische Hersteller Global Solar erzeugt die CIGS-Schicht durch das gleichzeitige Aufdampfen aller vier Elemente auf eine Edelstahlfolie, Würth Solar verwendet Glas als Trägermaterial. Zwei weitere amerikanische Start-up-Unternehmen entwickeln CIGS-Zellen auf Folie durch reines Sputtern (Miasolé in Santa Clara, Kalifornien) oder durch schnelles Auftragen von Selen nach dem Sputtern (DayStar Technologies in Halfmoon, New York).
Eines haben alle diese Ansätze gemeinsam: Die Produktionsprozesse finden fast ausschließlich in Vakuumkammern statt.




