„Augmented Reality” – das bedeutet die Überlagerung der Realität mit einer virtuellen Ebene, sodass sonst verborgene Informationen zur Verfügung stehen. Diese Informationen erscheinen typischerweise auf dem Display eines Smartphones, oder sie werden in das Sichtfeld mithilfe sogenannter Head-up-Displays projiziert. Man nimmt die Umgebung dann durch das entsprechende Gerät wahr: Es zeichnet die Realität auf, wertet sie aus und interpretiert sie. Die Aufzeichnung geschieht mit Kameras, und es werden Mikrofone, Beschleunigungsmesser oder GPS-Empfänger eingesetzt, um spezielle Informationen aus der Umgebung hinzuzufügen.
Im Unterschied zur „Virtual Reality” – der computerunterstützten Simulation einer dreidimensionalen Umgebung – nimmt man bei der „Augmented Reality” reale physische Objekte wahr. Ähnlich einer Lupe, die Objekte vergrößert erscheinen lässt, vergrößern Augmented- Reality-Systeme gewissermaßen den Informationsgehalt der Umgebung. Wenn man zum Beispiel vor einem Restaurant steht, kann die Smartphone-Kamera die Internet-Bewertungen einblenden. Und im Museum kann sie Informationen über Maler und Epoche zu einem Kunstwerk liefern, das man sich gerade ansieht. Diese Informationen können ganz persönlich zugeschnitten sein, indem zum Beispiel berücksichtigt wird, wie viel Zeit man für den Besuch hat und wie es um das Vorwissen bestellt ist.
Hilfreich für vergessliche Zeitgenossen: Wenn man ein Augmented-Reality-System mit einer Gesichtserkennungs-Software ausstattet, ist es in der Lage, einen an den Namen und den Geburtstag des Gegenübers zu erinnern. Gut gegen Zettelwirtschaft ist eine andere Anwendung, bei der die virtuelle Ebene verändert wird: Der Nutzer kann zum Beispiel am Kühlschrank eine virtuelle Nachricht hinterlassen, die andere Familienmitglieder anschließend mithilfe ihres Smartphones lesen können – um dann zum Beispiel noch rasch einkaufen zu gehen.





