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Plutos eisiger Look

Die Oberfläche des Zwergplaneten Pluto ist erstaunlich variabel. Vier Jahre lang haben 20 Computer fast kontinuierlich gerechnet, um aus den wenige Bildpunkte großen Fotos des Hubble-Weltraumteleskops die bislang detailliertesten Bilder des sonnenfernen Trabanten zu erzeugen. Sie zeigen ein verschwommenes Terrain weißer, dunkel orangefarbener und schwarzer Färbung. Die unterschiedlichen Farben gehen auf komplexe chemische Reaktionen zurück, die die Ultraviolett-Strahlung der Sonne im methanhaltigen Eis auslöst.

Einen großen hellen Fleck führen die Astronomen um Marc Buie vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado, auf Kohlenmonoxid-Frost zurück.

Die Forschungen der letzten Jahre bestätigten, dass Pluto eine dynamische Welt ist, deren Atmosphäre sich stark verändert. Zwischen 1988 und 2002 verdoppelte sich die Masse der Atmosphäre – vermutlich durch die Erwärmung von Stickstoff-Eis.

Die Eiswelt ist zudem zwischen 2000 und 2002 signifikant röter geworden, während ihre beleuchtete Nordhemisphäre sich aufgehellt hat. Die Ursache ist wohl, dass Eis an der sonnenbeschienenen Seite verdampft ist und sich diese Gase auf der anderen Seite wieder als Eis niedergeschlagen haben.

Die jahreszeitlichen Veränderungen sind nicht nur auf die Neigung von Plutos Rotationsachse zurückzuführen, sondern auch auf den stark elliptischen Orbit, auf dem der Eiskörper die Sonne alle 248 Jahre einmal umkreist. Da sich Pluto in Sonnennähe schneller bewegt, geht der Frühling rasch in den polaren Sommer auf der Nordhalbkugel über.

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Die Hubble-Aufnahmen sind die besten von Pluto, bis die Raumsonde New Horizons 2015 an dem Zwergplaneten vorbeifliegen wird. Sie helfen den Forschern auch, die interessantesten Oberflächenbereiche für dieses Rendezvous und die richtige Belichtungszeit der Fotos auszuwählen.

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