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„Rupert Sheldrake in der Diskussion“ von Hans-Peter Dürr, Franz-Theo Gottwald

Ob Kristall, Seeigel oder soziale Gruppe – jedes sich selbst organisierende natürliche System ist geprägt durch übergeordnete Kausalitäten, „morphische Felder“. Das ist die Theorie des amerikanischen Biochemikers und Philosophen Rupert Sheldrake. Ein artgemäßes „Feld“ soll die Zellen und Gewebe innerhalb des heranwachsenden Embryos zur charakteristischen Form der Spezies formen.

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den umstrittenen Thesen Sheldrakes haben nun der Physiker Hans-Peter Dürr und der Philosoph Franz-Theo Gottwald vorgelegt. In ihrem Buch kommen zahlreiche Forscher verschiedener Disziplinen zu Wort. Ziel der Herausgeber ist, „herrschende Naturwissenschaft mit Außenseiter-Wissenschaft konstruktiv zu verbinden“.

Der Biochemiker Friedrich Cramer gehört zu den erklärten Kritikern: Der Begriff Feld sei bei Sheldrake zu einer Worthülse verkommen. Ein Feld müsse sich durch eine Feldgleichung berechnen lassen – wie ein elektromagnetisches Feld oder ein Gravitationsfeld. Bei Sheldrake vermißt Cramer entsprechende Größen und Gesetze.

Hans-Peter Dürr widerspricht: Er verweist auf Quantenfelder, die Physiker als „kreativ“ bezeichnen, und die durchaus mit den Sheldrakeschen morphischen Feldern vergleichbar seien.

Die Tierärztin Dorit Urd Feddersen-Petersen hat Sheldrakes Resonanztheorie an Hunden experimentell überprüft. Eine Bestätigung fand sie nicht. Doch sie gibt Sheldrake recht, daß es emotionale Übereinstimmungen zwischen Mensch und Haustier gibt, die mit der herkömmlichen Wissenschaft nicht zu erklären seien.

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Ein kontroverser Dialog der Herausgeber mit Rupert Sheldrake rundet das Buch ab, das dem kritischen Leser erlaubt, sich aus der Vielzahl der Argumente sein eigenes Urteil zu bilden.

Hans-Peter Dürr, Franz-Theo Gottwald (Hrsg.) RUPERT SHELDRAKE IN DER DISKUSSION Scherz Verlag München 1997 352 S., DM 39,90

Susanne Liedtke

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