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Sumer, Akkad und die Semiten

„In der Wissenschaft wird weiter gestritten, ob die frühen Bewohner Südmesopotamiens schon Sumerer waren“, fasst Margarete van Ess, derzeit verhinderte Ausgräberin von Uruk, den Forschungsstand zusammen. Denn niemand kann definitiv erklären, wer die Sumerer eigentlich waren, woher sie kamen und ab wann sie als Kulturgruppe präsent waren. Hilfsmittel wie Namen, Rollsiegel oder Mythen lassen viele Forscher an eine Einwanderung der Sumerer aus dem persischen oder gar indischen Bereich denken. Andere Wissenschaftler propagieren eine Vermischung von südmesopotamischen Vorgängervölkern (Ubaidiern) und einwandernden Semiten.

Die Berliner Archäologin: „Erste Niederlegungen in Schrift sind oft Personen- oder Städtenamen und Berufsbezeichnungen. Daraus können die Philologen etwas herauslesen.“ Demnach trugen die frühen Uruk-Bewohner überwiegend sumerische Namen. „Dann kommen aber rasch und zunehmend semitische Namen hinzu“, weiß van Ess. Denn ab etwa 3000 v.Chr. wanderten vermutlich aus den arabisch-syrischen Wüstengebieten semitisch sprechende Bevölkerungsgruppen in das fruchtbare Land zwischen den zwei Flüssen ein. Sie gründeten Akkade, die noch nicht wiedergefundene Hauptstadt des akkadischen Reiches. Sargon I. von Akkad einte erstmals ganz Mesopotamien unter einer Herrschaft. Die akkadische Sprache, ein semitisches Idiom, verdrängte in Südmesopotamien das Sumerische.

Semiten sind keine ethnische Gruppe, sondern die Gemeinschaft aller, die eine der vielen semitischen Sprachen sprechen. Dazu gehören Juden ebenso wie Araber oder Äthiopier. Die semitischen Sprachen gehören zur Afro-Asiatischen Sprachfamilie, die sich in Nordostafrika entwickelt und bei ihrer Verbreitung stark differenziert hat.

Zu den Südsemiten gehören Äthiopier, Araber und jemenitische Stämme. Die Ostsemiten werden repräsentiert durch Akkader, Babylonier und Assyrer, deren Sprachen ausgestorben sind. Zu den Westsemiten zählen unter anderen die Amoriter, Aramäer, Hebräer, Juden, Moabiter, Kanaaniter, Phönizier und Syrer. Bis auf das Syrische, Armäische und Hebräische (in Israel) sind auch deren Sprachen verschwunden.

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