Nackte Haut wirkt erregend – auf Bildern genauso wie in Wirklichkeit. Sie versetzt den Menschen in sexuelle Bereitschaft. Der Anblick von Brüsten und Genitalien wird als Aufforderung zur Kopulation empfunden. Evolutionsbiologen sehen darin die Botschaft: Es ist Zeit, die eigenen Gene weiterzugeben! Deshalb masturbieren Männer während des Pornokonsums oder suchen im Anschluss daran sexuelle Kontakte. Wie viele Evolutionsbiologen ist auch Donald Buss überzeugt: Männer wollen sich mit möglichst vielen Frauen paaren und ihre Gene breit streuen. Deshalb sprechen Männer stärker auf Sex-Bilder an als Frauen. Frauen schauen zwar auch Pornofilme an, legen aber im Gegensatz zu Männern Wert auf eine gefühlvolle Handlung. Laut dem amerikanischen Medienpsychologen Dolf Zillman sind Porno-Vielseher von den Sex-Streifen schnell gelangweilt. Sie gewöhnen sich an die visuellen Reize, und die Erregung sinkt. Deshalb suchen sie nach immer extremeren Filmen.




