Der Helix-Nebel gleicht einem gruseligen Monster-Auge: Auf einem Bild des Weltraumteleskops Spitzer sieht die abgesprengte Hülle eines weißen Zwergs aus wie eine grün-blaue Iris, in der Mitte leuchtet eine diffuse rote Pupille. Dabei handelt es sich um eine Staubwolke, die den Stern umgibt und von Kometen durcheinander gewirbelt wird, berichten Forscher um Kate Su von der University of Arizona.
Der Stern im Zentrum des 700 Lichtjahre entfernten Helix-Nebels ist damit einer von bislang erst zwei weißen Zwergen, die von Kometen umgeben sind. Sein Vorgänger war einst ein gewöhnlicher Stern wie die Sonne, um den Planeten und Kometen kreisten. Als er zum roten Riesen anwuchs und schließlich explodierte, wurden die inneren Planeten zerstört.
Die Kometen und womöglich einige der äußeren Planeten müssen die Katastrophe aber überlebt haben, vermuten die Forscher. Die Himmelskörper wurden jedoch aus ihren ursprünglichen Bahnen geworfen und stoßen nun bisweilen zusammen. Dadurch bildete sich die Staubwolke in einer relativ großen Entfernung zu dem Stern. “Es ist eine große Überraschung, Anzeichen für die Überreste eines Planetensystems bei einem weißen Zwerg zu finden”, sagt Co-Autor George Rieke von der University of Arizona.
Die Beobachtung könnte ein anderes Phänomen erklären, das bislang Rätsel aufgegeben hat. Der Helix-Nebel sendet nämlich Röntgenstrahlung aus, obwohl die Oberfläche des Weißen Zwergs dafür gar nicht heiß genug ist. Bislang hatten Astronomen den Verdacht, dass Material von einem unbekannten Begleiter auf den Stern fallen und dabei Röntgen-Strahlen aussenden könnte. Nun erscheint eine andere Erklärung wahrscheinlicher: Wenn Staub aus der Kometenwolke auf den weißen Zwerg stürzt, könnte dabei ebenfalls Röntgenstrahlung entstehen.
Kate Su (University of Arizona) et al.: Astrophysical Journal Letters Bd. 657, S. L41 Ute Kehse





