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Astronomie|Physik bdw+

Der verzerrte Himmel

Der verzerrte Himmel
Relativitätstheorie zur Himmelsvermessung: Seit Juli 2014 scannt Gaia 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ununterbrochen das Firmament. Das Bild zeigt die Perspektive des Satelliten bei seiner Bewegung: Er dreht sich viermal täglich um seine Achse und misst dabei Sternpositionen gleichzeitig mit zwei Teleskopen, die um 106,5 Grad zueinander geneigt sind. Dabei verändert die Rotationsachse ihre Orientierung mit einer Periode von etwa 63 Tagen, sodass nach und nach der ganze Himmel ins Visier kommt. Die Daten sind die Grundlage für den besten Sternkatalog in der Geschichte der Menschheit – eine dreidimensionale Karte der Milchstraße mit den Positionen, Bewegungen und Farben von mehr als einer Milliarde Sternen. Die Genauigkeit von bis zu 0,007 Millibogensekunden ist nur möglich, weil Albert Einsteins Gleichungen der Gravitation im Kartenmodell integriert sind. © Illustration: ESA, Gaia
Einstein-Tests mit immer neuen Rekorden – für den nächsten braucht es eine Milliarde Sterne.

von RÜDIGER VAAS

Alle Lichter schief am Himmel“, titelte die New York Times im November 1919, nachdem die erste Bestätigung der Lichtablenkung im Gravitationsfeld bekannt gegeben worden war, genau wie es Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vier Jahre zuvor vorausgesagt hatte.

Einerseits war diese Überschrift maßlos übertrieben. Denn selbst die stärkste Ablenkung durch die gekrümmte Raumzeit am Sonnenrand, 1,75 Bogensekunden, ist für das beste Auge unsichtbar. Sie konnte nur mithilfe einer mikroskopischen und statistischen Auswertung der Sternpositionen auf Fotoplatten

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