Ozeanisches Kühlmittel: Vulkanausbrüche - wissenschaft.de
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Ozeanisches Kühlmittel: Vulkanausbrüche

Wenn der Krakatau im Jahr 1883 nicht ausgebrochen wäre, dann läge der Meeresspiegel heute um einige Zentimeter höher. Das berichten Forscher um Peter Gleckler vom Lawrence Livermore National Laboratory im US-Bundesstaat Kalifornien in der Zeitschrift Nature.

Gleckler und seine Kollegen untersuchten mit zwölf verschiedenen Klimamodellen, welchen Einfluss Vulkanausbrüche auf die in den Ozeanen gespeicherte Wärmemenge hatten. Bei großen Vulkanausbrüchen gelangen gewaltige Menge Staubteilchen und Schwefelaerosole in die Atmosphäre, die das Sonnenlicht reflektieren. Als Folge kühlt die Erdoberfläche ab.

Wie die Forscher schreiben, waren die Nachwirkungen des gewaltigen Krakatau-Ausbruchs im Meer noch Jahrzehnte spürbar. Bis heute ist das Wasser in mittleren Meerestiefen um einige hundertstel Grad kälter als es ohne den Ausbruch wäre. „Die Abkühlung drang in tiefere Wasserschichten vor und hielt länger an als wir gedacht hätten“, sagte Gleckler.

Beim Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1991 wurden zwar vergleichbare Mengen Staub und Schwefel in die hohe Atmosphäre geschleudert wie bei der Krakatau-Eruption. Das Klima und die Oberflächentemperaturen der Weltmeere nahmen daraufhin zwar ab, allerdings wurde der Effekt schnell durch den Treibhauseffekt ausgeglichen.

Peter Gleckler (Lawrence Livermore National Laboratory) et al: „Krakatoa’s signature persists in the oceans“, Nature 439, S. 675 Ute Kehse
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