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Astronomie|Physik

Schnelle Drehung bringt den Stern Atair in Ei-Form

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Der Stern Atair im Sternbild Adler dreht sich so schnell, dass er an den Polen abgeplattet und am Äquator ausgebeult ist. Die Ei-Form entdeckten Forscher um Gerard van Belle vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa mit einem besonders hochauflösenden Teleskop am Mount Palomar in Kalifornien. Das Palomar Testbed Interferometer besteht aus drei 50-Zentimeter-Spiegeln, die zusammengenommen so scharf blicken wie ein Teleskop von der Größe eines Fußballfeldes.

„Die Form von Atair zu messen war etwa so schwierig wie aus Los Angeles ein Hühnerei in New York zu betrachten und festzustellen, dass es nicht kreisförmig ist“, sagte Charles Beichman, Chef-Astronom am JPL.

Die Forscher waren der ungewöhnlichen Form von Atair zunächst auf die Spur gekommen, weil der Radius des Sterns sich mit dem Blickwinkel veränderte. Das Spektrum des Sterns deutete außerdem darauf hin, dass Atair sich sehr schnell um die eigene Achse dreht. Jetzt stellten die Forscher fest, dass Atair sich alle 10,4 Stunden einmal um sich selbst dreht. Ein Punkt am Äquator bewegt sich mit 210 Kilometern pro Sekunde fort. Diese schnelle Rotation führt dazu, dass Atair am Äquator einen 14 Prozent größeren Durchmesser hat als zwischen den Polen. Die Sonne, die sich alle 30 Tage einmal um die eigene Achse dreht, ist nur um 0,001 Prozent abgeplattet.

„Atair ist der zwölfthellste Stern am Himmel“, sagte Co-Autor Dacid Ciardi von der University of Florida. „Man sollte denken, dass man alles über ihn weiss. Das zeigt, was für Überraschungen man erleben kann, wenn man auf altbekannte Sterne mit einer solch hohen Auflösung schauen kann.“ Mit ähnlichen Teleskopen wie dem Palomar Testbed Interferometer, unter anderem auch einem Interferometer im Weltall, will die Nasa in Zukunft auch nach erdähnlichen Planeten suchen.

Ute Kehse
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