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Astronomie+Physik

Warum im Universum so viele Dinge kugelförmig sind

Das Weltall ist übersät mit runden Himmelskörpern: Planeten, Sterne und sogar Sternhaufen kommen bevorzugt als Sphäre vor. Die Ursache für diese Formenhäufung ist die schwächste der vier Elementarkräfte: die Gravitation.

Wenn die Schwerkraft Materie zueinander treibt, entsteht letztlich eine Kugel. Denn nur bei einer Kugel ist jeder Punkt der Oberfläche gleich weit vom Zentrum entfernt. Auf der Oberfläche einer perfekten Kugel kann nichts mehr nach unten fallen.

Die Erde ist allerdings keine vollkommene Kugel: Sie ist zum Beispiel an den Polen etwas abgeplattet, weil die Fliehkraft am Äquator der Schwerkraft entgegenwirkt. Die Gebirge auf der Erdoberfläche, die durch die Kräfte der Plattentektonik entstehen, sind vergängliche Gebilde: Über die Jahrmillionen wird auch der höchste Berg durch die Erosion eingeebnet. Das Material wird – wie die Schwerkraft es gebietet – zu den Meeren, tiefsten Stellen der Erdoberfläche transportiert.

Bei Himmelskörpern, die etwa ein Fünftel der Größe der Erde besitzen, können andere Kräfte die Schwerkraft übertreffen. So gibt es Asteroiden, die keine festen Körper, sondern Ansammlungen von Staub sind. Diese „kosmischen Schutthaufen“ werden durch elektrostatische Kräfte zusammengehalten und sind selten kugelig.

Das Weltraumteleskop Hubble fotografiert immer wieder fantastisch aussehende Nebel aus Gas und Staub. Die Form dieser Geburtsstätten neuer Sterne wird durch zwei Kräfte geprägt: Durch die Gravitation und den Strahlungsdruck des Lichts der neugeborenen Sterne. Doch immer dann, wenn die Gravitation die Oberhand gewinnt – wenn sich die Materie genügend verdichtet – entstehen aus den filigranen Nebelschleiern neue Kugeln: Sterne und Planeten.

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Ute Kehse
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