
Ohne wiederverwendbare Bausteine ist gerade die Entwicklung von Prototypen großer Strukturen mit integrierter Elektronik, etwa eines Stuhls, der die Sitzhaltung einer Person überwachen kann, ein mühsamer und verschwenderischer Prozess. Per 3D-Druck und Laserschneiden müssen zunächst zahlreiche unterschiedliche Versionen hergestellt werden, was große Mengen Abfall verursacht. Um den Prototypenbau zu erleichtern, haben Forschende des Massachusetts Institute of Technology (MIT) die oben abgebildeten Bausteine namens „Voxels“ erfunden.
Ein Voxel kostet 50 Cent und ist stabil genug, um 228 Kilogramm zu tragen – das Gewicht eines Klaviers. Das gelingt dem Aluminium-Baustein durch seine besondere geometrische Form aus acht Dreiecks- und sechs Quadratflächen. Außerdem verfügen die Gitterbausteine über eingebaute Sensor-, Reaktions- und Verarbeitungsfunktionen, wodurch sich selbst ohne große Vorkenntnisse schnell interaktive elektronische Geräte herstellen lassen.
Den Erfindern schweben bereits verschiedene Einsatzmöglichkeiten vor. Zum Beispiel ließen sich mit Voxels anpassbare Bühnenbilder im Theater bauen, aber auch Strukturen für die Raumfahrt und für intelligente Gebäude. Das Team freut sich schon auf die vielfältigen Ideen zukünftiger Nutzer. „Es wird spannend zu sehen, was man mit Voxels alles erreichen und erschaffen kann“, sagt Miterfinder Jack Forman.





