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Bild der Woche

Ein Fass voller Gift

Fass
(Bild: Schmidt Ocean Institute)

Dieses stark verrottete Fass steht seit rund 50 Jahren am Meeresgrund vor der Küste von Südkalifornien. Es enthält hochgiftige Chemikalien, die bei der Produktion von DDT anfielen und damals einfach im Meer entsorgt wurden.

Wissenschaftler unter anderem von der Scripps Institution of Oceanography in San Diego und dem US Geological Survey haben dieses und weitere fünf Giftmüll-Fässer kürzlich im Rahmen einer Unterwasser-Expedition näher untersucht. Mithilfe eines Tauchroboters sammelten sie Sediment und biologische Proben rund um die ehemalige Abkippstelle am tiefen Meeresgrund. Schätzungen zufolge wurden hier zwischen 1947 und 1982 hunderte, vielleicht sogar tausende von Fässern mit giftigen Abfällen aus der Produktion des heute verbotenen Insektizids DDT ins Meer geworfen.

Ziel der aktuellen Expedition war es, anhand der Proben zu ermitteln, in welchem Maße die Giftstoffe bereits in die Meeresumwelt gelangt sind. Außerdem entnahmen die Forscher Proben von acht weiteren Tiefsee-Standorten, an denen reiche Vorkommen von Mineralen und Metallen vermutet werden. „Wir könne nur schützen, was wir kennen und verstehen“, erklärt Wendy Schmidt vom Schmidt Ocean Institute. „Aber der menschliche Einfluss auf den Ozean hat in den letzten 75 Jahren schon viel Schaden angerichtet.“

Die Auswertung der Proben von noch weitgehend unberührten Arealen des Meeresgrunds und der Vergleich mit stark gestörten Stellen wie dem wilden Giftmüll-Lager sollen dabei helfen, das Ausmaß des Schadens besser zu erfassen. „Wir beginnen gerade erst, die Auswirkungen solcher Eingriffe auf die Lebensgemeinschaften des Ozeans zu ermessen“, sagt Lisa Levin von der Scripps Institution of Oceanography.

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