Ein kosmisches Osternest - wissenschaft.de
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Bild der Woche

Ein kosmisches Osternest

(Bild: U.S. National Park Service)

Der Orionnebel ist ein Star unter den astronomischen Objekten, denn diese Sternenwiege ist schon mit bloßem Auge als Teil des Sternbilds Orion zu erkennen. Statt Ostereiern finden sich in diesem kosmischen Nest junge, helle Sterne

Von kaum einem Motiv gibt es so viele spektakuläre Aufnahmen wie vom Emissionsnebel M42 im Sternbild Orion. Was sich mit bloßem Auge als verwaschener heller Fleck im Schwert des Himmelsjägers präsentiert, erweist sich in Teleskopen als prachtvolles und farbenprächtiges Kunstwerk des Kosmos. Zum Leuchten gebracht wird der rudn 1300 Lichtjahre von uns entfernte Orionnebel durch die starke Strahlung der rund 5000 jungen, in dieser Sternbildungsregion entstandenen Sterne.

Doch trotz seiner Berühmtheit und der langen Beobachtungsgeschichte sorgt der berühmte Nebel bis heute für Überraschungen. So entdeckten Astronomen vor einigen Jahren, dass sich inmitten der dichten Gas- und Staubwolken offenbar ein Schwarzes Loch verbirgt. Seine Schwerkraft bringt die Sterne dazu, sich in seiner Umgebung schneller zu bewegen als allein aufgrund der sichtbaren Masse in dieser Region erklärbar wäre.

Zudem haben Forscher herausgefunden, dass in dieser Sternenwiege keineswegs nur massereiche Sternen entstehen, sondern auch überraschend viele massearme Objekte wie Braune Zwerge. Diese Objekte gelten als „gescheiterte Sterne“, weil ihre Masse nicht ausreicht, um auf Dauer eine Kernfusion in ihrem Inneren zu erhalten, dadurch zündet bei ihnen das Feuer des Sternenlichts nicht.

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