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Bild der Woche

Eine Farbe, zwei Botschaften

Frosch
© Da Vinci Science Center

Die knallgelbe Haut dieses Pfeilgiftfrosches verleiht ihm eine Warnfarbe. Gelb warnt aber nicht nur, sondern kann bei einigen Arten auch Partner anziehen. Warum bedeuten ähnliche Farben im Tierreich nicht automatisch dasselbe?

Wissenschaftler um Zachary Emberts und John Wiens von der University of Arizona haben diese Frage nun beantwortet: Ob eine Art ihre lebhaften Farben zur Abschreckung von Fressfeinden einsetzt oder für die Partnerfindung, hängt offenbar damit zusammen, ob ihre Vorfahren tag- oder nachtaktiv waren. Arten, die mit ihren knalligen Farben Partner betören, stammen demnach meist von tagaktiven Vorfahren ab. Tiere, die mit ihrem bunten Kleid Räuber warnen, haben dagegen nachtaktive Vorfahren.

Wie die Wissenschaftler erklären, könnte dies den simplen Grund haben, dass lebhafte Farben wie Rot, Orange, Gelb, Blau und Violett nur tagsüber einen Vorteil bei der Paarung bieten. Nur dann können die potenziellen Partner sie überhaupt sehen. Tiere, die nachts aktiv sind und sich auch in der Dunkelheit paaren, können die Farben stattdessen zu einem anderen Zweck nutzen: als Warnsignal für Raubtiere. Denn diese Fressfeinde sind auch tagsüber eine Gefahr, wenn die nachtaktiven Tiere ruhen und daher leichter angreifbar sind. Die Warntracht weist dann daraufhin, dass sie giftig oder ungenießbar sind.

„Dieses Muster scheint generell für alle Landwirbeltiere zu gelten“, erklärt Wiens. Den Forschenden zufolge setzen Eidechsen und Vögel ihre bunten Schuppen und Federn deshalb in der Regel als sexuelles Signal für die Partnerwahl ein. Amphibien und Schlangen nutzen sie dagegen im Allgemeinen als Warnung für Räuber. Ob sie selbst tag- oder nachtaktiv sind, hat mit dieser Verteilung aber nichts mehr zu tun, so das Team. Es gehe lediglich darum, zu welcher Tageszeit die Vorfahren der knallbunten Arten durch ihren Lebensraum streiften.

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♦ Pe|trar|kis|mus  〈m.; –; unz.; Lit.〉 lyr. Stil der Renaissance u. des Humanismus in der Art der Gedichte Petrarcas, gekennzeichnet durch Form– u. Klangschönheit, Bilderreichtum, Leidenschaftlichkeit

♦ Die Buchstabenfolge pe|tr… kann in Fremdwörtern auch pet|r… getrennt werden.
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