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Bild der Woche

Frösche im Mini-Maßstab

Craugastor rubinus
© Eric Smith/The University of Texas at Arlington

Dieser Frosch passt problemlos auf eine zehn-Peso-Münze, wodurch er zu den kleinsten Fröschen der Welt gehört. Im südlichen Mexiko haben Wissenschaftler sechs neue Arten dieser winzigen Amphibien entdeckt – keine von ihnen wird größer als 15 Millimeter.

„Die Forschungen zur Biodiversität neigen dazu, sich auf größere, charismatische Tiere zu fokussieren und können kleinere Spezies vernachlässigen“, sagt Seniorautor Eric Smith von der University of Texas at Arlington. „Deshalb blieben diese kleinen Frösche so lange unentdeckt.“ Unter der Leitung von Tom Jameson von der University of Cambridge hat sich ein Forscherteam diesen speziellen Amphibien nun gewidmet.

Die Wissenschaftler durchsuchten dafür das Unterholz in den im Süden Mexikos gelegenen Bundesstaaten Oaxaca, Mexico, Guerrero, und Jalisco. „Diese Tiere leben in einem sehr begrenzten Bereich zwischen heruntergefallenem Laub an den Berghängen“, erklärt Smith. „Wenn man zu schnell oder zu weit wandert, kann man sie einfach übersehen.“ In ihrer Untersuchung konnten sie schließlich sechs bisher nicht näher klassifizierte Frösche der Arten Craugastor mexicanus und Craugastor pygmaeus finden.

Die herausragend kleine Körpergröße der entdeckten Amphibien hängt laut den Wissenschaftlern mit der sogenannten Pädomorphose zusammen. Bei diesem Evolutionsphänomen pflanzen sich die Tiere über die Zeit hinweg in immer früheren Entwicklungsstadien fort, was zu einer Unterentwicklung mancher Eigenschaften führt. Selbst im ausgewachsenen Stadium bleiben die mexikanischen Frösche deshalb unterdurchschnittlich klein.

Neben der Herausforderung, die winzigen Amphibien nicht zu übersehen, standen die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit noch vor anderen Problemen. In manchen Forschungsgebieten, wie Guerrero und Michoacan, konnten sie ihre Arbeit nicht gefahrenlos fortsetzen, da die Areale zum Teil von bewaffneten und unabhängig vom Staat agierenden Gruppierungen beherrscht werden.

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„Unsere Probenahmen in Westmexiko und östlich des Isthmus von Tehuantepec sind sehr beschränkt, aber wir kennen bereits weitere neuen Arten aus dieser Gruppe, die noch beschrieben werden müssen“, erklärt Smith. Durch die fortschreitende Begrenzung ihres Lebensraums empfehlen die Wissenschaftler zudem, die Frösche direkt auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen.

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