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Gefährliche Schönheit

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Vorsicht! Wer im Meer auf solch einen lila-blauen Ballon trifft: Das ist eine Qualle, genauer eine Portugiesische Galeere (Physalia physalis und Physalia utriculus), die zur Gattung der „Seeblasen“ gehört – und in ihren langen Tentakeln ein Gift beherbergt. Mit diesem Gift können die Meerestiere kleinere Fische töten und erbeuten, aber auch Menschen gefährlich werden. Die Nesselzellen an den Fangfäden lösen bei Berührung starke Schmerzen aus, und es bilden sich Quaddeln auf der Haut. Im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schock kommen, Atembeschwerden, Atem- oder Herzstillstand.

Was kann man tun, wenn man von einem Exemplar der Gattung Physalia erwischt wurde, die im Pazifik und im Atlantik verbreitet sind? Das haben Forscher der University of Hawaii at Manoa genauer untersucht, um Erste-Hilfe-Maßnahmen zu optimieren. Die Ergebnisse hat das Forscherteam um Christie Wilcox in der Zeitschrift Toxins veröffentlicht. Die Wissenschaftler raten, bei Nesselstichen der Portugiesischen Galeere – wie auch bei anderen Quallen – die verbrannten Stellen zunächst mit Essig abzuspülen, um Tentakelreste, die noch Gift abgeben können, von der Haut zu entfernen. Danach empfiehlt es sich, für 45 Minuten einen heißen Wickel auf die Wunde zu legen oder die Stelle in 45 Grad Celsius warmes Wasser zu tauchen.

Foto: Nature Picture Library/Getty Images

© wissenschaft.de – Ruth Rehbock
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