
Heute gibt es über 200 Arten von Wiederkäuern in allen möglichen Lebensräumen, von jeglicher Größe und einer Schwere in einem Bereich von 2 bis 1500 Kilogramm. Guojie Zhang, einer der Studienleiter an der University of Copenhagen, sagt: „Mit neuer Spitzentechnologie in der Genomsequenzierung können wir die Genome Hunderter Arten entschlüsseln, was zuvor unmöglich war. Weil wir die Genome unterschiedlicher Arten verglichen haben, sind wir nun in der Lage, kontroverse Fragen zu deren Evolution zu beantworten.“
Optimierter Stoffwechsel
Einer der Gründe für die erfolgreiche Verbreitung: Wiederkäuer haben im Laufe der Jahrmillionen ihre Nahrungsaufnahme optimiert. Die Zähne haben sich etwa so entwickelt, dass die Tiere möglichst viel Pflanzenmaterial aufnehmen können. Ihr Stoffwechsel gewährleistet dann, dass die Bakterien im mehrkammerigen Magensystem der Wiederkäuer die Pflanzen bestmöglich verdauen.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, gibt nicht nur Aufschluss über die Entwicklung der Wiederkäuer. Studienleiter Rasmus Heller sagt: „Wir haben neue Einblicke in Knochen-Wachstum, regenerative Biologie und physiologische Anpassung an das Klima und die Umwelt gewonnen. Diese Entdeckungen könnten sich auf der Suche nach Behandlungen von menschlichen Erkrankungen als hilfreich erweisen.“ Denn manche wilden Wiederkäuer sind gegenüber Viehkrankheiten resistent und einige haben sogar Verteidigungsmechanismen gegen Krebs entwickelt.





