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Bild der Woche

Schildkröten-Schutz zeigt Wirkung

GRüne Meeressschildkröte
© Richard Baxter

Hier gräbt eine Grüne Meeresschildkröte am Strand ein Nest für ihre Eier. Dabei sind sie und ihr Nachwuchs besonders gefährdet. Doch gezielte Schutzmaßnahmen haben dieser bedrohten Art geholfen.

Im Aldabra-Riff des Indischen Ozeans, das zu den Seychellen gehört, hat man lange Zeit vor allem nestende, weibliche Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) gejagt, denn sie waren wegen ihres Fleischs und ihrer seltenen Panzer begehrt. Doch ein Verbot des Schildkrötenfangs im Jahr 1968 – das erste im westlichen Indischen Ozean – setzte dem ein Ende und bewahrte die Schildkröten-Population in Aldabra womöglich vor dem Aussterben.

Umso schöner, dass Adam Pritchard von der University of Exeter in Cornwall und seine Kollegen nun berichten können, dass sich der Artbestand dieser Meeresbewohner in den letzten 50 Jahren wieder erholen konnte. Die Biologen hatten die Populationszahlen im Aldabra-Riff überwacht, indem sie über mehrere Jahre hinweg die Eiergelege zählten. Es zeigte sich: Während in den späten 1960-er Jahren nur 2.000 bis 3.000 Nester verzeichnet wurden, ist ihre Zahl nach den Daten der letzten Jahre wieder auf 15.000 pro Jahr gestiegen. Der größte Zuwachs an Gelegen ist laut der Forschenden am Settlement Beach auf Picard zu verzeichnen, wo die Ausbeutung der nistenden Weibchen in der Vergangenheit am intensivsten war.

„Der kontinuierliche Anstieg der Population der grünen Schildkröten auf Aldabra beweist die Wirkung eines langfristigen Schutzes und zeigt deutlich, dass wir in Bezug auf den Meeresschutz optimistisch sein können“, sagt Seniorautor Brendan Godley von der University of Exeter. Und da die heutige Schildkrötenpopulation auf Aldabra immer noch deutlich unter den geschätzten Zahlen vor der Ausbeutung liegt, könnte der Bestand in Zukunft weiterwachsen – vorausgesetzt, die Spezies wird weiterhin effektiv geschützt.

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