
Trotz all dieser Vorteile für Mensch und Natur haben Abholzung und Küstenerschließung Mangrovenwälder weltweit deutlich dezimiert. Bei Naturschutzbemühungen werden sie häufig einfach übersehen. Um die Schutzwürdigkeit der Mangroven deutlich zu machen, haben Forschende um Alvise Dabalà von der University of Queensland sie nun erstmals in Zahlen gefasst. Nimmt man demnach an, dass 30 Prozent der weltweiten Mangroven unter Schutz gestellt würden, hätte dies folgende positive Auswirkungen: das Küsteneigentum würde um 16,3 Milliarden US-Dollar an Wert gewinnen, 6,1 Millionen Menschen wären weltweit vor Überschwemmungen geschützt, eine Milliarde Tonnen Kohlenstoff könnten gebunden werden und die Fischerei hätte jährlich 50,7 Millionen Tage hinzugewonnen, an denen sie auf Fischfang gehen kann.
„Wir wissen, dass der langfristige Nutzen des Schutzes der biologischen Vielfalt oft größer ist als der kurzfristige Nutzen menschlicher Aktivitäten. Daher muss bald ein Umdenken stattfinden“, betont Seniorautor Anthony Richardson, ebenfalls von der University of Queensland. „Bei der Umsetzung dieser Pläne sollten dann verschiedene Erhaltungspraktiken angewandt werden, die speziell auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften ausgerichtet sind.“





