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Die Gemeinschaft der Pinguine

Ausgewachsene Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) und 20 bis 24 Wochen alte Jungvögel springen ins Meer. (Bild: 2020 Stefan Christmann)

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Ausgewachsene Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) und 20 bis 24 Wochen alte Jungvögel springen ins Meer. (Bild: 2020 Stefan Christmann)

Es gibt nur einen einzigen Vogel, der im Sommer jagt und im Winter seine Jungen bekommt: den Kaiserpinguin. Das unbarmherzige Klima des antarktischen Winters überstehen diese Pinguine auch dank ihres liebevollen, aufmerksamen und hilfsbereiten Umgangs miteinander und mit dem Nachwuchs. Das Wesen dieser Gemeinschaft hat der Fotograf und Forscher Stefan Christmann in seinem Buch „Die Gemeinschaft der Pinguine“ eindrucksvoll auf Papier gebannt.

Seit Jahrzehnten faszinieren Kaiserpinguine Laien und Wissenschaftler gleichermaßen. Die charismatischen Vögel leben an einem der unbarmherzigsten Orte der Erde, der Antarktis, wo die Temperaturen im Winter auf bis unter -50 Grad Celsius sinken können. Und trotz dieser widrigen Umstände sind sie dort sogar in der Lage, ein Ei auszubrüten und ihre Jungen aufzuziehen – mitten im südpolaren Winter. Während sie die kurzen Sommermonate im Meer verbringen um dort auf Jagd gehen und ihre Fettreserven aufzubauen, verbringen sie den Winter auf dem Meereis. Dort sammeln sie sich in einer viele tausend Individuen starken Kolonie um gemeinsam einen der bemerkenswertesten Brutzyklen des Tierreichs zu absolvieren.

Der Fotograf und Physiker Stefan Christmann hat eine der größten Kaiserpinguin-Kolonien der Antarktis über zwei Jahre hinweg begleitet und dabei die verschiedenen Phasen ihres Lebens in ästhetischen und künstlerischen Bildern festgehalten. Er verbrachte in den Jahren 2012/13 insgesamt 15 Monate als Forscher auf einer deutschen Forschungsstation in der Antarktis, bevor er 2017 als Expeditionsfotograf und Kameraassistent für eine BBC Dokumentation an den gleichen Ort zurückkehrte.

Eines wurde Christmann dabei schnell klar: Es sind die engen Bindungen der Pinguine untereinander, die sie am Leben halten – die liebevolle Art und Weise, wie sie zusammenarbeiten, ihre Eier behüten und ihren Nachwuchs vor Wind und Kälte schützen. Dabei haben sie bemerkenswerte Strategien entwickelt: Je kälter es zum Beispiel wird, desto enger steht die Kolonie zusammen, um sich vor Wind und Wetter zu schützen und um einander Wärme zu spenden. Es ist eine Demonstration von Teamwork, wie sie im Tierreich nur selten zu finden ist.

„Die Gemeinschaft der Pinguine“ zeigt die besonderen, emotionalen Beziehungen der Pinguine in gefühlvollen und sensiblen Bildern, stets im Kontrast zu den spektakulären Aufnahmen der schroff-antarktischen Eiswüste. Stefan Christmann hat die Tiere in allen Phasen ihres Lebenszyklus porträtiert: Bei der geduldigen Partnersuche, beim unbeholfenen Geschlechtsakt, beim aufopferungsvollen Ausbrüten der Eier, sowie der erheiternden Kindererziehung.

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Doch auch die traurige Seite bleibt nicht ausgespart: Nicht nur die erbarmungslosen Naturgewalten des eisigen Kontinents fordern Jahr um Jahr die Leben vieler Küken, sondern auch das menschliche Handeln fernab dieses Lebensraumes hat weitreichende Konsequenzen für das Leben der Pinguine. In spannenden Texten erzählt Christmann aus dem Alltag der Tiere, vom Leben und Überleben, von Geburt, Liebe und Partnerschaft im ewigen Eis der Antarktis.

Cover Gemeinschaft der Pinguine

Stefan Christmann
Die Gemeinschaft der Pinguine
TeNeues, 216 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-96171-288-5

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