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Europa von oben

Der Bosporus verbindet das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer und trennt den europäischen Teil Istanbuls (links) vom asiatischen (rechts). (Foto: eoVision 2017/ESA, 2017)

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Der Bosporus verbindet das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer und trennt den europäischen Teil Istanbuls (links) vom asiatischen (rechts). (Foto: eoVision 2017/ESA, 2017)

Europa erhielt der Legende nach seinen Namen von einer phönizischen Königstochter. Zeus habe das Mädchen aus dem östlichen Mittelmeergebiet entführt und es in Gestalt eines Stiers übers Meer nach Kreta gebracht. Dort prophezeite die Göttin Aphrodite der Prinzessin, dass der gesamte Kontinent nach ihr benannt würde. Welche Entwicklung Europa von seinen frühgeschichtlichen Anfängen bis heute nahm, bildet der Fotoband „Europa – Kontinent der Vielfalt“ ab – mit dem Blick von oben.

Bis wohin sich Europa erstreckt, das hat sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder geändert. Nach heutiger Einteilung reicht der Kontinent, der strenggenommen ein Subkontinent von Eurasien ist und sich mit Asien eine Kontinentalplatte teilt, über etwa zehn Millionen Quadratkilometer. Er umfasst ungefähr 50 Länder, Teile Russlands, Kasachstans, Georgiens, Aserbaidschans und einen Zipfel der Türkei. Die geografische Grenze, die sich nach den meisten Schulbüchern am Uralgebirge und Ural-Fluss orientiert, ist willkürlich. Das politische Europa, die Europäische Union, definiert sich über die Grenzen ihrer Mitgliedstaaten. Doch manchmal verschwimmen die Einteilungen: Seit der griechische Teil Zyperns zur EU gehört, wird die Insel auch geografisch zum europäischen Kontinent gezählt.

Unabhängig davon, nach welcher Einteilung man sich richtet, prallen in Europa viele Gegensätze aufeinander: Historische Stadtstruktur trifft auf pragmatische Wohnraumgestaltung der Nachkriegszeit, ländliche Idylle auf Metropole, wilde Natur auf Kulturlandschaft. Aus dem All betrachtet zeigen sich die Vielseitigkeit und Vergangenheit Europas besonders deutlich. Der Bildband „Europa – Kontinent der Vielfalt“ hat beides auf 129 Satellitenbildern eingefangen und blickt aus der Vogelperspektive auf die europäische Kultur- und Religionsgeschichte sowie die großen Themen des 21. Jahrhunderts: Migrations- und Fluchtbewegungen, umweltverträgliche Energieversorgung, Klimawandel und Bevölkerungsentwicklung.

Zeuge der Geschichte

Dabei spannt der Band einen Bildbogen von den mythologischen Wurzeln des Kontinents auf Kreta – gezeigt wird der Ort Matala, wo Europa die Insel betreten haben soll – über die Spuren der ersten Europäer bis hin zum Weltraumbahnhof der Europäischen Weltraumagentur ESA, der fernab Europas im südamerikanischen Französisch-Guayana steht.

In Begleittexten erläutert Diplom-Ingenieur Markus Eisl, was die Satellitenaufnahmen über den Kontinent und seine Bewohner verraten: So zeugen Wehranlagen um alte Stadtkerne von den Kriegen der europäischen Völker. Zerstückelte Wälder und mit Gewächshäusern gepflasterte Landstriche zeigen den steigenden Ressourcenbedarf einer wachsenden Bevölkerung. Andernorts konkurrieren Solaranlagen mit Getreidefeldern.

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Der Bildband ist bei eoVision Media erschienen und in Kooperation mit Digital Globe und European Space Imaging entstanden. Die Firma European Space Imaging wurde 2002 gegründet und ist seit 2011 zusammen mit den Unternehmen DigitalGlobe und Space Imaging Middle East Teil der WorldView Global Alliance, die Satellitenbilder anbietet. Dadurch können die Mitglieder auf die Daten von insgesamt fünf verschiedenen Satelliten zugreifen.

Zum Buch:

Markus Eisl, Gerald Mansberger und Paul Schreilechner 
Europa – Kontinent der Vielfalt
Eovision, Salzburg 2017, € 49,95

 

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