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Der "Maxi"-Prozess gegen Mafia-Angehörige

Die Unantastbaren vor Gericht

Im sogenannten Maxi-Prozess standen seit dem 10. Februar 1986 in Palermo gleich 474 mutmaßliche Mafia-Angehörige vor Gericht. Das Signal an die Öffentlichkeit war eindeutig: Die Zeit, in der die für Italien typischen kriminellen Netzwerke ungestört im Dunkeln agieren konnten, sollte endlich vorbei sein.

In der 1947 gegründeten Republik Italien hatten sich die politisch dominante Democrazia Cristiana (DC) und ihre Koalitionspartner mit den kriminellen Organisationen arrangiert – der sizilianischen Cosa Nostra, der kalabrischen ’Ndrangheta und der Camorra in Neapel. Während die Mafia die Regierenden mit ihren traditio‧nellen Netzwerken bei Wahlen unterstützte, schauten die Behörden weg, wenn öffentliche Gelder in mafiosen Strukturen versickerten. Und sie verzichteten auf die Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols. Versetzten Gewalttaten der Mafia die Öffentlichkeit in Unruhe, führte eine unheilige Allianz aus Staat und Kirche diese auf eine offenbar unausrottbare süditalienische Mentalität der gewaltsamen Konfliktaustragung zurück.

Dies änderte sich Anfang der 1980er Jahre. Ein komplexes Ursachenbündel führte dazu, dass die Mafia ernsthafter verfolgt wurde: Einerseits eskalierte die mafiose Gewalt zwischen 1980 und 1982 – die jährliche Mordrate stieg von rund 50 Opfern in den Jahrzehnten zuvor auf mehr als 300. Den Morden fielen auch höchste Repräsentanten des Staates und des politischen Systems zum Opfer, beispielsweise 1980 der christdemokratische Politiker Piersanti Mattarella, der das Amt des Präsidenten der Region Sizilien innehatte, oder 1982 Pio La Torre, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) in Sizilien, der sich in der Anti-Mafia-Kommission des Parlaments engagiert hatte. Und im September desselben Jahres wurde der Polizeichef von Palermo und oberste Mafia-Bekämpfer Carlo Alberto Dalla Chiesa ermordet. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 2/2016.

Prof. Dr. Christian Jansen

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