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Der Aufstieg Baburs

Vom Warlord zum Großmogul

Der Nachkomme Timurs schuf sich Anfang des 16. Jahrhunderts zunächst eine Machtbasis in Afghanistan. 1526 besiegte er den Sultan von Delhi, eroberte weite Teile Nordindiens und begründete damit das Mogulreich.

Baburs Vater, Umar Scheich Mirza, errichtete im späten 15. Jahrhundert ein kleines Fürstentum im Fergana-Tal (im Grenzland der heutigen Staaten Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan). Er legitimierte seine Herrschaft vor allem durch seine direkte Verwandtschaft mit Timur (1336–1405), der Galionsfigur aller muslimischen Herrscher in Zentralasien. Um 1500 gab es in dieser Region keine traditionelle Nachfolgeregelung, so dass unter den Thronanwärtern stets ein Kampf jeder gegen jeden herrschte. Allerdings hatten alle einen gemeinsamen Feind, nämlich den Usbekenherrscher Mohammed Scheibani Khan (gest. 1510).

Nach dem Tod seines Vaters 1494 nahm der 1483 geborene Babur bereits als Knabe an den verworrenen Auseinandersetzungen unterschiedlichster Parteien um die Macht in Zentralasien teil. Letztlich führte er in den nächsten zehn Jahren das Leben eines Warlords ohne festen Wohnsitz. Nachdem zwei Versuche, sich in Samarkand zu etablieren, fehlgeschlagen waren, beschloss Babur, seine Kräfte zu sammeln und über den Hindukusch nach Afghanistan zu ziehen. Es gelang ihm schließlich, Kabul zu erobern und zu seinem Herrschaftszentrum auszubauen. Seine Gefolgschaft bestand in erster Linie aus heimatlichen Gruppierungen, doch schloss sich ihm ebenfalls eine Reihe afghanischer Stämme an. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 01/2014.

Prof. Dr. Stephan Conermann

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