Organspende ganz persönlich - wissenschaft.de
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Organspende ganz persönlich

Eine 14-jährige Jugendliche wird auf dem Schulweg angefahren und schwer verletzt. Ihre Eltern berichten, wie sie kurz darauf vom Hirntod ihrer Tochter erfahren, und warum sie sich entscheiden, deren Organe zur Transplantation freizugeben. Das ist eine von zehn sehr persönlichen Stellungnahmen zum Thema Organspende – von den Autoren des Buchs, drei Journalisten, in direkter Rede wiedergegeben. Außerdem kommen zu Wort: eine Anästhesistin, die als Transplantationsbeauftragte eines Krankenhauses arbeitet, ein ehemaliger Koordinator der Deutschen Stiftung Organtransplantation, eine Krankenschwester, eine Seelsorgerin, eine Psychologin, eine Politikerin und ein Chirurg. Schließlich sprechen auch der Empfänger einer Lunge und die Empfängerin eines Herzens über ihr Leben. Dazwischen beantworten die Autoren kurz Fragen wie: „Wann ist der Mensch tot?“, „Warum werden gerade in Deutschland so wenige Organe gespendet?“ und „Was kommt nach der Organspende?“

Entstanden ist ein sehr facettenreiches, informatives und zugleich ergreifendes Buch. Die Autoren vermeiden es dabei, den Leser in Richtung pro oder contra Organspende zu drängen. Nur an einem lassen sie keine Zweifel: Das bisherige System der Organspende in Deutschland halten sie für intransparent, finanziell fehlgesteuert und somit reformbedürftig.

Nataly Bleuel, Christian Esser, Alena Schröder
Herzenssache
C. Bertelsmann, München 2017
192 S., € 20,–
ISBN 978–3–570–10109–4
(auch als E-Book erhältlich)

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