Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken - und Männer ihnen recht geben - wissenschaft.de
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Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken – und Männer ihnen recht geben

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Autor: Claudia Quaiser-Pohl, Kirsten Jordan-xxx- Verlag: C.H. Beck, München 2004-xxx- Seiten: 192-xxx- ISBN: 340651717X-xxx- Buchpreis: € 14,90
Das Training machts

Dass Frauen anders ticken als Männer, weiß die Welt spätestens seit dem Bestseller von Allan und Barbara Pease „Warum Frauen schlecht einparken…“. Darin erfahren die staunenden Leser, wie die Gene unserer Vorfahren aus der Steinzeit das Verhalten und die Fähigkeiten von Männern und Frauen angeblich bis heute beeinflussen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, die nicht ins Bild passen, wurden dabei ignoriert, andere radikal vereinfacht.
Nun ist die überfällige Richtigstellung dieser evolutionsbiologischen Plattitüden erschienen: In ihrem Buch zeigen die Autorinnen mit Unterstützung von Psychologen, Neurologen und Verhaltensforschern, was es mit den – sehr komplexen – Geschlechter-Unterschieden beim räumlichen Denken und der Orientierungsfähigkeit tatsächlich auf sich hat. Einerseits erklären sie, welche unterschiedlichen Strategien Frauen und Männer dabei anwenden, welche Hirnareale jeweils aktiv sind und welche Rolle Hormone beim räumlichen Denken spielen. Andererseits beleuchten sie den Einfluss von Geschlechterklischees, Selbstbildern und mangelnder Übung. Denn mehr als die evolutiven Reste aus der Steinzeit prägt regelmäßiges Training bestimmte Fähigkeiten. So haben sich die Raumvorstellungsfähigkeiten von Mädchen und Jungen immer mehr angeglichen, was auf gewandelte Erziehungsideale zurückgeht – und auf die Verbreitung von Computerspielen. Diese gesellschaftliche Perspektive verdient Anerkennung in einer Zeit, da die neurologische Hardware für viele Zeitgenossen das Maß aller Dinge zu sein scheint.

Dr. Eva Tenzer

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