In all den benannten wissenschaftlichen Phänomenen und Effekten stecken die Namen ihrer Entdecker. Und selbst wenn sich diese Wissenschaftler möglicherweise niemals persönlich begegnet sind, bringt heute ihr gemeinsames geistiges Werk die Wissenschaft voran. – während vermutlich nur die wenigsten Menschen die Entdeckungen und Effekte kennen, die sich hinter all diesen Namen verbergen.
Mit all den genannten und weiteren physikalischen Phänomenen hofft eine japanische Gruppe von Wissenschaftlern, die an einem in Tokyo angesiedelten Zentrum für die „Physik der emergenten Materie“ ihre Forschungen verrichtet, eine Vielfalt von innovativen Geräten mit neuen Funktionseigenschaften auf den Markt bringen zu können. Sie meinen damit topologische Transistoren und Katalysatoren, energiesammelnde thermoelektrische Apparate, Anwendungen riesiger photovoltaischer Effekte, Einsatz von Spin-Ladung-Schaltungen und die Konstruktion nicht-linearer Terahertz-Komponenten, wobei die Aufzählung wahrscheinlich den Horizont normaler Konsumenten ebenso locker übersteigt wie den des Verfassers. Das fängt schon bei den emergenten topologischen Fermionen aus dem Eingangssatz auf, wobei das letzte der drei Wörter eher einfach ist und die Teilchen meint, aus denen die Materie – und nicht das Licht – besteht. Dazu gehören Elektronen, die einen Spin aufweisen, der mit einer halben Zahl angegeben werden kann, was sie geheimnisvollerweise zu Individualisten macht, die sich in einer kristallartigen Struktur seltsame Aufenthaltsbereiche suchen können, deren verformbare Geometrie die Fachwelt mit dem Attribut „topologisch“ bezeichnet. Durch das Zusammenspiel von Form und Physik entstehen dann mysteriöse emergente Phänomene, über die man vielfach staunen kann.
Der Verfasser wird dadruch in seine Studententage zurückversetzt. Er wollte damals Eigenschaften fester Körper verstehen, die heute als kondensierte Materie untersucht werden. In der Zeit gab es große Fortschritte beim Verständnis der Supraleitung und des Magnetismus, was zwar schön, aber auch deprimierend war. Wenn diese Probleme gelöst waren, was blieb einem selbst zu tun, so dachte man „not amused“. Nicht zu glauben, wie man sich irren kann.





