Zahlreiche Entdeckungen nach dem sogenannten „Eureka“-Moment, in dem Forscher eher zufällig auf etwas komplett Unerwartetes stießen, scheinen dies zu belegen. Als ein Paradebeispiel gilt etwa Alec Jeffreys Entdeckung des genetischen Fingerabdrucks im Jahr 1984. Als er nach seiner Versuchsreihe den entscheidenden Röntgenfilm in den Händen hielt, war er zunächst enttäuscht. Denn das, was er eigentlich erlangen wollte – nämlich Erkenntnisse darüber, wie bestimmte Erbkrankheiten in Familien weitergegeben werden –, ließ sich aus dem Muster auf dem Film nicht ableiten. Sein eigentlicher Plan war also fehlgeschlagen. Zum Glück brütete er aber noch einmal kurz über das erhaltene Signalmuster nach – und bekam seinen „Eureka“-Moment: Das Ganze müsste sich stattdessen doch leicht zu einem Verfahren zur Aufzeichnung unverwechselbarer individueller DNA-Profile ausbauen lassen … Die Folgen dieser genetischen Fingerabdrücke für die Forensik und die Verwandtschaftsermittlung sind bekannt.





