Doch der Erfolg ist aktuellen Untersuchungen zufolge eher bescheiden und hält im Vergleich zu anderen Diäten auch nicht länger an. So berichtet einer der Leiter der am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg durchgeführten HELENA-Studie: „Es gab keinen Unterschied zwischen der Gruppe, die intermittierend fastete, und der Gruppe, die eine herkömmliche Reduktionsdiät durchführte. Und dies nicht nur hinsichtlich der Gewichtsreduktion, sondern auch bei sämtlichen Stoffwechselparametern.“
Im Rahmen dieser Studie fastete eine Gruppe von insgesamt 150 übergewichtigen Probanden unter Aufsicht der Forscher 12 Wochen lang nach der 5:2-Methode, während die Teilnehmer einer Kontrollgruppe sich einer konventionellen Diät unterzogen. Die Kalorienreduktion betrug in beiden Fällen 20 Prozent. Schließlich gab es noch eine dritte Gruppe von Probanden, die sich lediglich ausgewogen ernähren sollten, ohne jedoch ihre Kalorienaufnahme einzuschränken.
Nach Abschluss der 12-wöchigen Studie hatten die Intervallfastenden mit 7,1 Prozent ihres Körpergewichtes zwar etwas mehr abgenommen als die Probanden mit den herkömmlichen Diäten (minus 5,8 Prozent). Aber schon nach knapp einem Jahr konnten die Wissenschaftler zwischen beiden Gruppen keinen signifikanten Unterschied mehr feststellen. Zu nahezu identischen Ergebnissen kommen auch zwei Studien aus Norwegen und Australien.
Dennoch sehen die Forscher im Intervallfasten nach der 5:2-Methode gegenüber bekannten Diäten durchaus Vorteile, und zwar vor allem deshalb, weil es Abnehmwilligen offenbar leichter fällt, auf Nahrung zu verzichten und mehr oder weniger zu hungern, wenn auf die Diättage wieder solche mit den üblichen Essgewohnheiten folgen.
Populärer ist laut Umfragen aber ohnehin die 16:8-Methode, bei der die Nahrungsaufnahme nur in einem Zeitfenster von acht Stunden – etwa von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr nachmittags – erlaubt ist. Der Vorteil dieses Verfahrens: Ein Großteil der täglichen Fastenzeit fällt in die Nachtstunden und wird daher schlicht verschlafen.
Dass aber auch diese Methode eher bescheidene Erfolge liefert, bewies ein Experiment amerikanischer Mediziner, an dem 116 übergewichtige Frauen und Männer teilnahmen. Nach 12 Wochen hatten die Intervallfaster im Schnitt knapp ein Kilo und die Kontrollgruppen-Esser 800 Gramm abgenommen. Nicht gerade ein berauschender Erfolg!
Eine ganz aktuelle Studie aus China kommt zu demselben Ergebnis: Die Gewichtsreduktion durch periodisches Fasten ist praktisch identisch mit der durch dauerhafte Kalorienreduktion.





