Gordischer Knoten rekonstruiert - wissenschaft.de
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Gordischer Knoten rekonstruiert

Ein polnischer Physiker und ein Schweizer Biologe haben mit Hilfe eines Computerprogramms einen Knoten konstruiert, der eine mögliche Variante des legendären „gordischen“ Knoten sein könnte. Der Knoten von Piotr Pieranski von der Universität Poznan und Andrzej Stasiak von der University Lausanne ist innerhalb eines kreisförmigen geschlossenen Seiles gewunden, durch einen physikalischen Kniff gefestigt und in der Tat nicht lösbar, schreibt die englische Tageszeitung The Guardian.

Bei der Entwicklung ihres Knotens gingen die beiden Wissenschaftler zunächst von dem Mythos um den „gordischen Knoten“ aus. Eines Tages, so die Legende, erreichte ein armer Bauer namens Gordius auf einem Ochsenwagen den Hauptplatz von Phrygien. Ohne dass der Bauer etwas davon ahnte, hatte ein Orakel der Bevölkerung vorhergesagt, dass ihr künftiger König, auf einem Wagen kommen würde, Gordius wurde zum phrygischen König ernannt. In Dankbarkeit weihte Gordius seinen Wagen dem Gott Zeus, zwischen Joch und Deichsel des Wagens knüpft er den komplizierten Knoten. „Derjenige, der diesen Knoten lösen wird“, so prophezeit ein weiteres Orakel, „wird eines Tages Asien regieren.“ Das Rätsel wurde nie gelöst. Erst im Jahre 333 vor Christus zerstörte Alexander der Große den Knoten, indem er sein Schwert zur Hilfe nahm.

Den Ansatz für ihren Knoten fanden die beiden Tüftler in dieser Legende: Alexander, so ihre Überlegung, war als Schüler von Aristoteles kein Dummkopf. Der Grund für seine gewaltsame Lösung des Puzzles, lag vielleicht darin, dass der Knoten offensichtlich durch einfaches Aufbinden nicht aufzukriegen sei, vielleicht hatte er keine freien Enden?

Allerdings muss das Rätsel, nach Ansicht der Wissenschaftler, theoretisch dennoch lösbar gewesen sein. Warum sonst sollten sich eine Reihe von klugen Köpfen vor Alexander ernsthaft den Kopf über das Problem zerbrochen haben. Die Enden, so ihre Schlussfolgerung, müssen bereits vor dem Knoten zusammengespleisst worden sein und nicht erst hinterher. Der Knoten bestünde lediglich aus Windungen um ein ringförmig geschlossenes Seil.

Die einzige Möglichkeit einen solchen Knoten unlösbar zu machen, ist die Anwendung eines physikalischen Tricks, der sich auf die Dicke des Seils auswirkt. Zum Beispiel könnte das Seil vor dem Binden in eine Flüssigkeit getaucht worden und danach rasch in der Sonne getrocknet worden sein.

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Unter Anwendung dieser Überlegungen entwickelten die beiden Forscher ein Computerprogramm, welches alle Verschlingungsmöglichkeiten ausrechnete und am Ende tatsächlich einen „gordischen Knoten“ präsentierte.

Erst im Juni hatten die beiden Knotenforscher mit einer Forschungsarbeit über Sollbruchstellen von gekochten Spaghetti auf sich aufmerksam gemacht. Anhand des Modells wollten sie zeigen, wie Bruchstellen beim Knoten von Tauen zustande kommen.

Irina Lorenz-Meyer
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Quap|pe  〈f. 19; Zool.〉 1 〈kurz für〉 Kaulquappe 2 Süßwasserfisch der nördlichen Halbkugel mit sehr schmackhaftem Fleisch: Lota lota; ... mehr

Gus|la  〈f.; –, –s od. Gus|len; Mus.〉 lautenförmiges Streichinstrument mit nur einer Saite, von den Balkanvölkern zum Gesang der Guslaren gespielt [<serb.]

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