Hard- und Software für die Existenzgründung: So könnt ihr den digitalen Part eures Startups gestalten - wissenschaft.de | Bild der Wissenschaft
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Hard- und Software für die Existenzgründung: So könnt ihr den digitalen Part eures Startups gestalten
Egal ob euer Businessplan eine Werkstatt für Kunsthandwerkliches skizziert oder ihr im Internet einen Shop für Gärtner-Saatgut aufziehen möchtet, ohne die richtigen digitalen Systeme, Produkte und Services geht heute in keiner Branche mehr etwas; dazu ist die Welt einfach zu digital. Wir zeigen euch jetzt, wie ihr…
Wann ihr das Thema IT-Infrastruktur angehen solltet
Egal in welchem Beruf ihr euch selbstständig machen möchtet, jeder davon ist in einem hohen Maß davon geprägt, dass im Vorfeld zahllose Aufgaben zwischen der Aufstellung eines Businessplans, dem Suchen und Finden von Geld für die Finanzierung und dem Aufbau eines grundständigen Plans für das Marketing auf euch warten – keine Frage, über Arbeitsmangel können Gründer sowohl vor wie nach der offiziellen Eröffnung sicherlich nicht klagen.
Heißt das also, dass ihr den Themenkomplex IT zunächst einmal nachrangig behandeln könntet? Leider nicht. Tatsächlich solltet ihr ihn sogar schon ins Auge fassen, wenn die Geschäftsidee anfängt, konkrete Formen anzunehmen; also in einem sehr frühen Stadium eurer Gründung.
Die Gründe dafür sind simpel:
Es sind nicht nur einzelne, für sich stehende Tools, sondern IT ist eine aufeinander aufbauende, miteinander verflochtene Kern-Infrastruktur eures Büros. Ebenso essenziell wie beispielsweise Schreibtische und Strom. Sie muss dementsprechend „aus einem Guss“ bestehen, wodurch es nur in geringem Umfang möglich ist, einzelne Teile vor- oder nachrangig zu behandeln. Stellt euch etwa als ein Beispiel von vielen vor, ihr würdet Mac-Rechner von Apple anschaffen, dann aber im Nachgang feststellen, dass einige für euch wichtige Softwares nur für PCs erhältlich sind.
Je nach Art eures Startups spielt die IT nicht nur eine unterstützende, sondern zentrale Rolle, ohne die ihr als Gründer gar nicht arbeiten könnt. Das ist in sehr vielen Branchen der Fall, auch wenn sie eigentlich nicht ausnehmend digital sind. Denkt beispielsweise an die eingangs erwähnte Kunsthandwerkstatt. Auch sie benötigt von Anfang an IT für das Auftragsmanagement, zum Verwalten der Kundendaten und Rechnungen usw.
IT ist ein Kostenfaktor, je nach Branche sogar ein ganz erheblicher. Das gilt sowohl für Hard- wie Software. Das heißt, ihr müsst sie auch deshalb schon in einem Frühstadium der Gründung umfassend planen, weil ihr die dazu nötigen Gelder mit in eure Finanzierungsbestrebungen aufnehmen müsst. Geld für das Büro zu haben, aber nichts für die Computer oder das Hosting der Website, wäre ein schwerer strategischer Fehler – auch, weil die Nutzung quelloffener (= für euch kostenloser) Software in einem gewerblichen Umfeld enorm knifflig sein kann.
Das bedeutet im Klartext: Die Planung der (gesamten) IT sollte von Anbeginn an eine zentrale Rolle in der Planung eures Startups spielen. Nur auf diese Weise könnt ihr sowohl sicherstellen, dass ihr wirklich das bekommt, was euer Unternehmen benötigt und auch, dass alles von Anfang an verfügbar und funktionell ist. Netter Nebeneffekt: Ihr könnt ohne Verzug bereits von Tag 1 der Gründung an so arbeiten, wie ihr es euch vorstellt, müsst nicht über Tage und Wochen mit vielleicht schlechten Kompromissen agieren.
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Wie ihr das Thema IT-Infrastruktur angehen solltet
Seid ihr ein mit allen Wassern gewaschener IT-Experte, der das Thema Hard- und Software von der Pike auf gelernt hat und sich blind darin auskennt? In diesem Fall könnt ihr dieses Kapitel überspringen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ihr als Gründer zumindest nicht in allen Ecken der IT ausnehmende Profis seid, sondern euer Fokus eher auf der Natur eures Startups liegt.
Schlimm ist das nicht; schlimm wäre es nur, wenn ihr diese Tatsache nicht anerkennen und einfach alle digitalen Bausteine nach eigenem Gutdünken auswählen und anschaffen würdet. In diesem Fall hättet ihr höchstwahrscheinlich bald das Problem, dass nichts so läuft, wie ihr es geplant hättet; dass es Kompatibilitätsprobleme gibt, vielleicht Redundanzen in einem Segment, während das andere nicht abgedeckt wird.
Zumal auch noch hinzukommt, dass vieles in Sachen IT nicht nur bei euch im Büro funktionieren muss, sondern auch bei Dritten. Denkt an die digitalisierte Buchhaltung. Sie kann euch im Firmenalltag ganz erhebliche Vereinfachungen bringen. Aber sie kann nicht für sich losgelöst bestehen. Zunächst deshalb, weil sie sowohl Hard- wie Software-Bestandteile enthält (etwa einen Scanner zum Digitalisieren analoger Rechnungen), die in eurem Unternehmen miteinander kompatibel sein müssen. Aber auch deshalb, weil die Datensätze kompatibel mit den Systemen sein müssen, welche euer Steuerberater nutzt. Auch in vielen anderen Szenarien ist dies der Fall – beispielsweise bei Website-Inhalten, die natürlich auf zahllosen Browsern, Betriebssystemen und Endgeräten gleichermaßen gut aussehen und funktionieren müssen.
Der Ratschlag lautet deshalb, euch unbedingt frühzeitig mit Experten zusammenzutun. Und zwar solchen, die euch eine neutrale Beratung liefern und euch dazu verschiedene Alternativen aufzeigen. Wenn ihr euch direkt an die Hersteller von Hard- und Softwares wendet, werdet ihr höchstwahrscheinlich nicht vollumfänglich neutrale Informationen bekommen – verständlich, denn auch diese Unternehmen möchten natürlich ihre Waren verkaufen und dafür sorgen, dass ihr euer Geld nicht zu deren Konkurrenten tragt. Lest dazu auch die Artikel in unserer IT- und Web-Kategorie, denn sie zeigen euch nicht nur Vorgehensweisen Schritt für Schritt, sondern liefern auch zahllose neutrale Vergleiche verschiedener Tools.
Und ganz wichtig: Nicht nur bei eurem Steuerberater, sondern auch Lieferanten, Geschäftspartnern und ähnlichen mit euch verbundenen Häusern solltet ihr ebenfalls nachfragen, ob es für die Zusammenarbeit Limitierungen oder Vorgaben gibt. Vielfach erstreckt dies sich zwar nur auf bestimmte Dateiformate, kann aber eben auch die Nutzung bestimmter konkreter Tools oder Software für die Existenzgründung alternativlos machen.
Vergesst natürlich auch nicht, dass eure IT ebenfalls in den Genuss von Gründerzuschüssen kommen kann, prüft also auch in diesem Bereich genau, was ihr bekommen könntet.
Essenzielle Hardware für die IT-Infrastruktur
Wenn ihr es in die Hand nehmen könnt, dann ist es Hardware. Von Mäusen über Computer und Festplatten bis hin zu Servern und hochspezialisierten Endgeräten findet sich enorm viel in dieser Kategorie. Doch was braucht ihr wirklich? Und vor allem: Auf welche Punkte solltet ihr achten?
Was die essenzielle Hardware anbelangt, gilt natürlich, dass sich „essenziell“ von Startup zu Startup ganz erheblich unterscheiden kann – der Kunsthandwerker braucht vielleicht eine digitale Fünf-Achsen-CNC-Fräse, während der Saatgut-Shop ausnehmend große Server braucht, weil er viele Produkte anbietet, aber alles inhouse hosten möchte.
Branchenübergreifend gibt es deshalb nur vergleichsweise wenige Hardware-Bausteine, die wirklich verpflichtend sind:
Ein Computer für jeden Mitarbeiter. Nutzt jedoch mobile Geräte (vor allem Laptops) nur dann, wenn ihr deren Mobilität ständig zwingend benötigt.
Mäuse und Tastaturen. Spart hierbei bitte nicht an der falschen Stelle. Gerade Tastaturen sind auch direkt mit eurer Gesundheit und der eures Teams verknüpft.
Ausreichend viele und große Monitore/Bildschirme. Achtet darauf, was eure Mitarbeiter wirklich benötigen und was die Computer hinsichtlich ihrer Grafikkarten unterstützen – zwei Monitore können die meisten Computer bedienen, mehr benötigt aber meist spezielle Karten mit mehr Ausgängen.
Ein NAS-Server. Er dient in der Basisfunktion dazu, all eure Computer miteinander zu verbinden. Das sorgt dafür, dass auch ohne externe Cloud alle Daten all euren Mitarbeitern zur Verfügung stehen können. Außerdem fungiert eine NAS als lebenswichtiges Backup für lokale Daten.
Ein leistungsfähiges Netzwerk mit dazugehöriger Internet-Anbindung. Achtet hierbei nicht nur auf bedarfsgerechte Bandbreiten, sondern vor allem auch Redundanz – die Internetverbindung ist für euch die „Nabelschnur“ zur Außenwelt, die niemals ausfallen darf.
(bild: Stock.adobe.com, REDPIXEL)
Zuzüglich weiterer, für euer Unternehmenskonzept spezialisierter Hardware, war es das tatsächlich bereits. Allerdings sei deutlich unterstrichen, dass es auch zu diesen wenigen Dingen noch einiges zu wissen gibt:
Kauft grundsätzlich bedarfsgerecht, aber auf Zuwachs. Das gilt vor allem für die Leistungsdaten der Hardware. Jedes bisschen Leistung, für das ihr jetzt bezahlt, das ihr aber erst in ferner Zukunft wirklich benötigt, ist totes Kapital, das euch an anderer Stelle beim Aufbau eures Startups fehlt. Deutlich zielgerichteter ist es, wenn ihr die Computer so aussucht, dass sie sich für vergleichsweise geringe Summen nach Bedarf upgraden lassen.
Das ist auch ein wichtiger Grund, warum ihr Laptops/Notebooks und ähnliche Mobil-Computer nur dort einsetzen solltet, wo ihre Mobilität regelmäßig benötigt wird: Durch die oft (mobil-)proprietären Bausteine sind Laptops längst nicht so simpel und kostengünstig aufzurüsten wie normale Tower-Computer und oft auch in der Anschaffung bei gleicher Leistungsfähigkeit teurer.
Setzt von Anfang an einen starken Fokus auf das Thema Ergonomie (ein weiterer Grund, der gegen Laptops spricht). Je länger und häufiger ihr und euer Personal mit der Hardware arbeiten werdet, desto ergonomischer sollte sie und auch ihr Umfeld sein, auch in buchstabengetreuer Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben, denen natürlich auch Startups unterliegen. Das bedeutet, dass ihr die Hardware als einzelnen Baustein eines vollends ergonomischen Arbeitsplatzes begreifen solltet, der den Schreibtisch ebenso beinhaltet wie den Bürostuhl, Höhe und Abstand von Bildschirmen und Tastatur und noch einige weitere Punkte.
Tut dies auch nicht als unnötigen Zwang ab. Ergonomie ist eine direkte Investition in eure Leistungsfähigkeit und Gesundheit und die eures Teams. Vergesst nie, dass der starke Digitalisierungsgrad von Betrieben längst dazu geführt hat, dass dadurch ausgelöste Erkrankungen an der Spitze der Ausfälle Je unergonomischer die Computer-Arbeitsplätze, desto schneller und häufiger müsst ihr mit Ausfällen durch Rückenschmerzen und Ähnliches rechnen.
Auch wenn es preislich verlockend ist, solltet ihr nach Möglichkeit keine IT kaufen, deren Einsatzbereich primär im Konsumentensegment liegt. Damit fällt vieles unter den Tisch, was ihr in normalen Geschäften erwerben könnt. Kauft lieber Hardware, die für professionelle Anwendungen konzipiert wurde und auch von darauf spezialisierten Händlern vertrieben wird. Der Grund ist einfach der, dass solche Bausteine qualitativ meist deutlich hochwertiger sind. Das drückt sich vornehmlich in einer längeren Mean Time to Failure (MTTF = mittlere Lebensdauer) aus, wodurch ein Produkt auch im Angesicht von täglichem, gewerblichem Dauergebrauch deutlich länger durchhält. Auch das spart auf lange Sicht mitunter viel Geld.
Legt nicht nur, aber speziell beim Netzwerk einen Schwerpunkt auf Datenschutz. Hacker, sowie Industrie- und Wirtschaftsspione attackieren längst auch Startups wegen ihrer oft vollkommen neuen Ideen und den leider ähnlich oft geringen Schutzmaßnahmen. Beispielsweise sollte es deshalb eher physische Anbindungen per Kabel geben, nicht alles über ein WLAN laufen – und das WLAN, auf das euer Team mit seinen (Privat-)Geräten zugreifen kann, sollte unter allen Umständen von dem Netzwerk abgetrennt sein, über das eure Firmen-Laptops und andere Mobil-Hardware Zugriff auf die Server-Daten erhalten.
Hier ist andernfalls einfach das Risiko viel zu groß, dass ein Teammitglied sich beispielsweise auf dem privaten Handy eine E-Mail mit Schadsoftware einfängt, die über die Anbindung an das Firmennetzwerk dann bei euch katastrophale Schäden im Unternehmen anrichten kann.
Auch können wir euch gerade als Gründer mit schmalem Budget nur raten, das Thema Hardware nicht nur unter dem Aspekt „Kauf von brandneuen Produkten“ zu betrachten. Gebrauchte Hardware für Unternehmen gibt es auf dem freien Markt in großer Zahl für verhältnismäßig niedrige Preise zu kaufen. Auf diese Weise könnt ihr für geringe Kosten recht hohe Leistungen bekommen – und dank der Aufrüstbarkeit ohne die Gefahr, dass die Technik zu schnell veraltet. Teils gibt es auch die Möglichkeit, Hardware zu mieten bzw. zu leasen.
Ferner kann es sich angesichts dessen auch lohnen, sich mit dem Thema Hardware Outsourcing auseinanderzusetzen. Dabei mietet ihr beispielsweise bedarfsgerecht Speicher- und Rechenkapazitäten bei einem externen Dienstleister an. Der muss die dafür nötige, sehr leistungsfähige Hardware bereithalten, ihr hingegen zahlt nur eine Nutzungsgebühr.
Seid allerdings auch hierbei kritisch, denn natürlich werden auf diese Weise zentrale Firmendaten bei Externen gehandhabt. Prüft also sowohl die Anbieter sehr genau wie ihr vielleicht auch Datenschutzprofis überprüfen lasst, ob sich dieses Thema für euch überhaupt rentiert – für kleine Startups mit nicht ungewöhnlich hohem Datenaufkommen bieten solche externen Dienstleistungen vielfach keine wirklichen Vorteile.
(bild: Stock.adobe.com, Proxima Studio)
Die passende Software finden
Hardware ist wichtig, aber ohne die passende Software kann sie ihr Potenzial nicht entfalten. Wie bereits angemerkt solltet ihr grundsätzlich vorsichtig sein, was Open-Source-Software anbelangt. Diese kann zwar eine sehr kostengünstige Alternative sein, kann euch durch die teils komplexen Lizenzbedingungen (bei gewerblicher Nutzung) auch Probleme bereiten. Lasst deshalb grundsätzlich alles vor einer Anwendung durch einen Anwalt prüfen, bevor ihr womöglich einen sehr teuren Fehler begeht.
Als nächstes müsst ihr euch auch hier abermals die Frage nach der Verfügbarkeit von Software stellen. Hier gibt es drei grundsätzliche Optionen:
Die Software wird bedarfsabhängig lokal auf den jeweiligen Computer installiert. Vorteil: Die Geräte bzw. Anwendungen sind auch ohne jegliche Netzwerkanbindung funktionsfähig.
Die Software wird in eurem Haus auf einem Server installiert, der Zugriff darauf erfolgt über das Firmennetzwerk oder das Internet, beispielsweise über eine Remote-Desktopverbindung.
Die Software wird generell als Cloud-Lösung verwendet, es laufen also alle Zugriffe darauf über das Internet. Das kann sich speziell bei enorm datenintensiven Anwendungen lohnen und hat auch den Vorteil, dass Updates für euch kein Thema sind.
Was für welches Startup am besten funktioniert, dafür gibt es leider kein Patentrezept. Zu vieles davon hängt mit der Natur eures Unternehmens ab und welche Programme ihr genau benötigt. Deshalb nur so viel: schließt keine Lösung ohne eingehende Prüfung kategorisch aus und lasst euch auch hierbei von neutralen Experten beraten.
(Stock.adobe.com, Andrey Popov)
Darüber hinaus gibt es auch hier einige Punkte im Detail zu beachten:
Fokussiert euch auf das, was in eurer Branche üblich ist. Arbeitet also nicht ohne Not gegen den Trend. Wenn ihr beispielsweise in der Kreativbranche angesiedelt seid, dann müsst ihr einfach davon ausgehen, dass hier Apples macOS und darauf abgestimmte Software das Maß aller Dinge sind, wohingegen sich viel weniger Rechner mit Windows finden.
Geht allerdings auch nicht generell so weit, blind der Herde zu folgen. Nur weil eine bestimmte Software von vielen benutzt wird, heißt das nicht automatisch, dass sie auch für alle Nutzer gleichermaßen geeignet wäre.
Arbeitet euch unbedingt in das teilweise sehr komplexe System der Lizensierungen ein. Dadurch, dass heute so viele Softwares zumindest zeitweilig mit ihren Herstellern via Internet vernetzt sind, ist es kaum noch möglich, die Tools beispielsweise auf mehr Rechnern zu installieren, als ihr für euer Unternehmen Lizenzen erworben habt. Zumal das Aufdeckungsrisiko dadurch auch immens hoch ist – hierhinter steckt auch die Business Software Alliance (BSA). Dieser globale Zusammenschluss von Software-Herstellern ist enorm umtriebig im Kampf gegen nichtlizensierte Software bzw. Software-Piraterie und dabei auch sehr erfolgreich. Eine wegen derartiger Ermittlungen erfolgende Klage kann eurem Unternehmen ohne Probleme das wirtschaftliche Genick brechen – erst recht in der Gründungsphase.
Setzt einen enorm großen Fokus auf das Thema Datensicherheit. Zu viele Unternehmen nutzen speziell kostenlose Dienstleister bzw. von ihnen angebotene Softwares oder Lösungen im Netz viel zu freizügig und sorglos. Wenn etwas „kostenlos“ bzw. werbefinanziert ist, solltet ihr grundsätzlich im Höchstmaß vorsichtig sein. Dann könnte es nämlich gut sein, dass eure Daten die eigentliche Währung sind, mit der ihr für eine Software bezahlt.
Geht keinesfalls davon aus, dass Software selbsterklärend ist. So sehr sich die Hersteller heute auch Mühe geben, ihre Programme sehr einfach in der Anwendung zu gestalten, so sehr ist es doch auch eine Tatsache, dass selbst Tools mit enorm großer Verbreitung teilweise überaus komplex sein können. Denkt dazu beispielsweise nur an Word, das Schreibprogramm von Microsoft Office bzw. Office365. Eines der meistgenutzten Schreibprogramme überhaupt, aber mit einem selbst für Profis teilweise undurchsichtig-üppigen Funktionsumfang ausgestattet.
Das bedeutet im Kern, dass ihr bei gekaufter Software jede Gelegenheit wahrnehmen solltet, euch und alle potenziellen Nutzer in eurem Team umfangreich dazu schulen zu lassen. Etabliert dazu auch eine positive Nachfragekultur in eurem Haus – jemanden zu fragen, wie eine Software funktioniert, muss die primäre Vorgehensweise sein, anstatt zu googeln oder per „Versuch und Irrtum“ vorzugehen.
Und wenn das Budget nicht reicht, um gleich zu Anfang alle nötigen Programme anzuschaffen oder zu mieten, dann solltet ihr unbedingt nach Wichtigkeit vorgehen. Wichtig ist zunächst alles, was euer Unternehmen zwingend benötigt, um zu funktionieren. Ob dadurch komfortable oder anderweitig sinnvolle Software noch etwas warten muss, spielt keine Rolle. Das bedeutet auch, dass ihr nicht blindlings digitalisieren müsst. Prüft immer, ob eine digitale Lösung nur komfortabel ist, oder ob sie eure Arbeit wirklich deutlich kostengünstiger oder besser macht. Wenn nur ersteres der Fall ist, sollte eine diesbezügliche Software zunächst auf der Anschaffungsliste nach hinten rutschen.
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