Gleichzeitig wächst das Umweltbewusstsein, deshalb werden ökologische Lösungen im Bereich Logistik in Zusammenhang mit der Warenwirtschaft immer wichtiger – sowohl für Verbraucher als auch für die verschiedenen Dienstleister.
Operative Herausforderungen
Solche Veränderungen stellen Unternehmen nicht nur vor große operative Herausforderungen, sondern auch vor die Notwendigkeit neuer Geschäftsmodelle. Nicht umsonst sind digitale Prozesse als Rückgrat moderner Logistik äußerst relevant für die Forschung. Für die „Logistik 4.0“ werden innovative Systeme für unterschiedliche Branchen gesucht. Hier ist nicht nur Netzwerkmanagement gefragt, sondern Steuerung und Strukturierung aller dafür erforderlichen Prozesse.
„Leistungsvermögen digitaler Bausteine nutzen“
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesvereinigung Logistik hat in seinem Positionspapier „Logistik als Wissenschaft – zentrale Forschungsfragen in Zeiten der vierten industriellen Revolution“ deutlich gemacht, dass der größte Mehrwert der Logistik nach allgemeiner Erkenntnis darin liege, „das Leistungsvermögen digitaler Bausteine konsequent zu nutzen, um operative Entscheidungen wie die Zuweisung von Aufträgen oder die Bildung von Reihenfolgen in die unmittelbare Prozessebene zu verlagern. Der Beirat spricht hier von nicht weniger als einem „Paradigmenwechsel zu einer Autonomie der Maschinen, Geräte und auch Objekte wie Werkstücke und Waren.“
Nötig: Motivierte Mitarbeiter und Teamarbeit
Es sind vor allem die neuen Marktplayer, die in der Vergangenheit neue Maßstäbe gesetzt haben, wie Startups und IT-Anbieter und zwar im Bereich globales Management von Lieferketten, aber ebenso in der Nutzfahrzeugindustrie oder dem straßengestützten Güterverkehr. Gerade im lokal begrenzten Bereich sind hier zuletzt einige neue Unternehmen entstanden, die mit neuen Dienstleistungen das bestehende Netzwerk erweitern und ergänzen.
Generell sind die Herausforderungen für Betriebe im Einzelnen vielfältig: Ganz oben steht eine Unternehmensführung, die es verstehen muss, ihre Mitarbeiter zu motivieren, sich mit Ideen einzubringen. Voraussetzung dafür ist die rückhaltlose Förderung von Teamarbeit, sowie eine Unternehmenskultur der vertrauensvollen Zusammenarbeit, die Fehler nicht unter Strafandrohung stellt, Freiräume und flache Hierarchien schafft.
Innovationen sind keine Nebenprodukte
Auch die Möglichkeiten, innovative Prozesse ausprobieren und etablieren zu können, erfordern ein Umdenken. Nicht nur bei der Frage, wie grundsätzlich an Aufgaben herangegangen werden kann, sondern auch bei den Methoden, nach denen neue Ansätze zeitnah erprobt und auf ihr Potential hin überprüft werden können. Natürlich sind Innovationen keine Nebenprodukte. Sie brauchen Zeit und Energie, für die das Unternehmen auch die finanziellen und personellen Voraussetzungen schaffen muss.





