Ein neuer Wecker soll für einen munteren Start in den Tag sorgen. Er misst die Hirnströme des Schlafenden und bestimmt so die Schlafphase, in der das Aufwachen am leichtesten fällt. Amerikanische Studenten haben diesen so genannten “SleepSmart”-Wecker erfunden.
Im Tiefschlaf fällt das Aufwachen am schwersten. Wer in der Phase des Leichtschlafes geweckt wird, fühlt sich hingegen munter. Dies machen sich die Studenten zu Nutze: Sie entwickelten einen Wecker, der die Muster der Hirnaktivität in den verschiedenen Schlafphasen misst. Dazu trägt der Schlafende ein Stirnband, an dem Sensoren befestigt sind, welche die Hirnströme messen und an den “SleepSmart”-Wecker weiterleiten. Der Wecker wird am Abend zuvor auf diejenige Zeit programmiert, zu der man spätestens aufstehen muss. Der Wecker klingelt dann in der letzten Leichtschlaf-Phase vor diesem Zeitpunkt. Die Studenten sind kurz vor der Fertigstellung des Prototypen von “SleepSmart”. Nächstes Jahr soll das Gerät auf den Markt kommen.
Der Schlaf ist ein rhythmischer Vorgang und besteht aus verschiedene Phasen. Während der so genannten REM-Phase (Rapid Eye Movement), hat der Schlafende die meisten und intensivsten Träume. Die Augenbewegungen sind besonders stark. Puls sowie Atemfrequenz sind erhöht und unregelmäßig. Die Hirnstromaktivität in der REM-Phase ist sogar höher als im Wachzustand.
Die Non-REM-Phase wird in die Tiefschlaf- und die Leichtschlaf-Phase unterteilt. Der Tiefschlaf ist für die körperliche Erholung besonders wichtig. Atem- und Herzfrequenz sind sehr langsam und regelmäßig, die Hirnaktivität gering. Im Tiefschlaf sind die Muskeln erschlafft und die Augenbewegungen minimal. Der Leichtschlaf ist Anfangs- beziehungsweise Endpunkt des Schlafzyklus, der sich in jeder Nacht einige Male wiederholt. Die Muskeln entspannen sich und die Augen bewegen sich langsam und ziellos. Die Hirnaktivität ist relativ hoch, jedoch geringer als in der REM-Phase.
Die jeweilige Schlafphase kurz vor dem Aufwachen ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob sich der Schläfer morgens müde oder munter fühlt. Der Zeitpunkt des Aufwachsens könnte sogar einen größeren Einfluss auf das morgendliche Befinden haben als die Schlafdauer.
Eric Shashoua et al ( Brown University, Rhode Island): New Scientist, 16. April, S. 24
ddp/wissenschaft.de ? Katharina Schöbi





