Wahrig Wissenschaftslexikon - wissenschaft.de
Anzeige

Wahrig Wissenschaftslexikon

Im neuen Wahrig Wissenschaftslexikon sind 20.000 Stichwörter aus verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Fachgebieten verzeichnet. Zu finden sind zahlreiche Begriffe aus dem Wortschatz der Biologie, Chemie, Physik, aber auch Ökologie, Geografie, Musik oder des Rechtswesens.
weiterlesen
Die Wörter stammen zum einen aus dem bekannten Standardwerk Wahrig, Deutsches Wörterbuch (9. Auflage 2011), das 1966 von Professor Gerhard Wahrig begründet und seit 1986 von seiner Tochter, Dr. Renate Wahrig-Burfeind, fortgeführt wurde. Zum anderen wurden aktuelle Wörter für das Online-Angebot des Wahrig-Wissenschaftslexikons neu verfasst. Dies sind beispielsweise Begriffe wie Biphosphonat, Bootcamp, Detox, Fipronil, Foodwatch, Funktionsdiagnostik, Glyphosat, Indie, Keyword, Leetspeak, MINT, Neonikotinoid, Smart Grid, Transgen oder Webinar, die häufig in den öffentlichen Medien genannt werden, deren Bedeutung und Wortherkunft vielen aber noch unbekannt sind. Alle Wörter sind grammatisch beschrieben, haben zudem eine ausführliche Bedeutungsbeschreibung und sind häufig um erläuternde Beispiele und Wendungen ergänzt.

Weitere Wahrig-Werke wie das Wahrig-Fremdwörterlexikon finden Sie auf wissen.de

Copyright 2018 © Dr. Renate Wahrig-Burfeind, Groß-Gerau

Alle Beiträge des Wahrig-Wissenschaftslexikon, die auf wissenschaft.de, natur.de und damals.de erscheinen, sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Groß-Gerau.

Schon gewusst…

Zobel

Zo|bel  〈m. 5; Zool.〉 1 Marder mit wertvollem Fell:...

Ysop

Ysop  〈[i–] m. 1; Bot.〉 in Südeuropa heimischer...

Kernholzkäfer

Kern|holz|kä|fer  〈m. 3; Zool.〉 Angehöriger einer Familie...

Septum

Sep|tum  〈n.; –, Sep|ta od. Sep|ten;...

Schnau

Schnau  〈f. 18; Mar.〉 Schiff mit zwei...

Sachgebiete

Anzeige

natur | Aktuelles Heft

Reizvolle Regionen

Aktueller Buchtipp

natur-Sonderausgabe 2020

Das Insekt und sein Mensch
Von unseren Beziehungen zu den Krabbeltieren

Anzeige

Grünstoff – der Medientipp des Monats

Serie: Hervorragend – Junge Menschen und ihr Engagement

Wissenschaftslexikon

Vor kurzem hatte ich hier anlässlich der von Trump befohlenen Tötung des iranischen Generals Soleimani zum einen die Frage nach der Verantwortung für die Folgen unseres Handelns gestellt, wenn diese Folgen nur bedingt absehbar sind, zum anderen, inwieweit ein utilitaristisches Aufrechnen von Toten Trumps Handeln legitimieren könnte. Ob viele Leben mehr wiegen als eines, der Maxime folgend, dass das größte Wohl für die größte Anzahl von Menschen der Maßstab für richtig und falsch ist (Jeremy Bentham), oder ob man die Auffassung vertritt, dass man nie einen Menschen nur als Mittel, z.B. für das Wohl anderer, betrachten darf (Immanuel Kant), sind Grundfragen der philosophischen Ethik. Kant hat konsequenterweise auch den Tyrannenmord abgelehnt.

Ein wichtiger Diskussionsstrang, und zwar gerade mit Blick auf absehbare Folgen des eigenen Handelns, intendierte wie nichtintendierte, aber bewusst in Kauf genommene, rankt sich dabei um das sogenannte „Trolley-Problem“. Sein Kern: Man sieht einen Zug auf mehrere Personen zurollen und könnte das verhindern, indem man den Zug dadurch stoppt, einen dicken Mann vor den Zug zu werfen. Dieses Gedankenexperiment wird in der Literatur in verschiedenen Varianten durchgespielt, um herauszufinden, wie unsere ethische Intuition funktioniert, was wir als richtig empfinden und was als falsch. In jüngster Zeit ist es hochaktuell geworden, weil es unmittelbare Konsequenzen für die Programmierung selbstfahrender Autos in hypothetischen Unfallszenarios hat.

Hier im Blog ist weder der Raum, um das Trolley-Problem in seiner ganzen Komplexität zu entfalten, noch überschaue ich diese Diskussion in Gänze, daher will ich dazu eigentlich nur ein tolles Buch von David Edmonds empfehlen: „Würden Sie den dicken Mann töten?“, Reclam, Stuttgart 2015. Von David Edmonds gibt es übrigens auch noch ein anderes sehr lesenswertes und auf Deutsch erschienenes Buch, das er zusammen mit John Eidinow geschrieben hat: „Wie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte“. Da geht es aber um ganz andere Themen.

Beim Stichwort „dicker Mann“ könnte man natürlich auf die Idee kommen, diese Rolle probehalber einmal mit Trump zu besetzen, aber die Geschichte verschiebt sich dadurch in Richtung des Tyrannenmordes. Ebenso, wenn man die Rolle mit Soleimani besetzt. Im Trolley-Problem nimmt aus guten Gründen eine unbeteiligte und unschuldige Person die Rolle des „dicken Mannes“ ein, d.h. zwischen ihr und den durch ihr „Opfer“ zu rettenden Menschen gibt keine Verbindung, keine direkten und keine indirekten. Das grenzt die utilitaristische Frage klar von der Frage der Prävention oder Vergeltung ab.

Falls gelernte Philosophen hier mitlesen und ihnen jetzt die Haare zu Berge stehen: zumindest dieses Problem habe ich nicht.

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/01/19/unser-handeln-unsere-verantwortung-eine-buchempfehlung/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unser-handeln-unsere-verantwortung-eine-buchempfehlung

Rou|ten|pla|ner  〈[ru–] m. 3; IT〉 System zur Onlineermittlung u. Berechnung von Reiserouten mit einer Wegbeschreibung

Ma|ler|lein|wand  〈f. 7u; unz.〉 Leinwand für Ölgemälde

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige