Einer Theorie zufolge sind Uranus und Neptun vermutlich schalenförmig aufgebaut. Unterschiedliche Sorten Eis, zum Beispiel Wasser, Methan, Ammoniak und Schwefelwasserstoff, liegen übereinander. Ähnlich wie das Mantelgestein der Erde ist das Eis im Prinzip fest, verhält sich über längere Zeiträume jedoch wie eine Flüssigkeit. Außerdem sind die Atome wahrscheinlich teilweise ionisiert. Neuere Forschungsergebnisse zeigen allerdings, dass die unteren Schichten stabil sind und dass nur das Eis in der äußersten, dünnen Schale zu Konvektionsbewegungen in der Lage ist.
Als Stanley und Bloxham diese Geometrie in ihr Computermodell eingaben, erhielten sie Magnetfelder, die gut mit den von Voyager 2 gemessenen Daten der beiden Planeten übereinstimmten. Die magnetischen Pole liegen sowohl bei Neptun als auch bei Uranus in der Nähe des Äquators. Außerdem hat das Magnetfeld nicht die einfache Dipol-Form eines Stabmagneten, sondern ähnelt eher einem vierblättrigen Kleeblatt, einem so genannten Quadrupol. Die Berechnungen der Forscher zeigen außerdem, dass die Magnetfelder der beiden Eisplaneten sich nur in ihrer Form von denen der anderen Planeten unterscheiden. Der Dynamoprozess, der sie erzeugt, ist dagegen der gleiche wie bei Erde, Jupiter und Saturn.





