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Gesellschaft+Psychologie

Mit diesen Maßnahmen steigt die Produktivität im Büro

Stress, Lärm, Zeitdruck, ein schlechtes Klima und eine unergonomische Büroausstattung mindern die Arbeitsproduktivität. ( Bild: pixabay.com, geralt (CC0 Creative Commons))
Tatsächlich gibt es im Büro viele Produktivitätskiller, die durch den Arbeitnehmer selbst zugelassen werden. Hierzu gehören unter anderem Smartphones, privates Surfen oder das Checken der Status-Updates in den sozialen Medien. Allerdings gibt es ebenso den ein oder anderen Stolperstein direkt im Büro, der dafür sorgt, dass die Produktivität sinkt. In der Regel handelt es sich dabei um einen erhöhten Lärmpegel durch andere Mitarbeiter, was beispielsweise in Großraumbüros der Fall ist, aber auch eine unergonomische Büroausstattung kann dazu beitragen, dass die Arbeit ermüdet und anstrengend ist. Wie das zu verhindern ist und welche Maßnahmen die Produktivität im Büro wieder steigern, verrät dieser Beitrag.

Mitarbeiterzufriedenheit ist der Schlüssel zum Erfolg

Wer morgens schon glücklich und motiviert auf der Arbeitsstelle erscheint, leistet an einem regulären Arbeitstag mehr als ein Arbeitnehmer, der jeden Tag Überstunden macht. Laut dieser Studie hängt die Arbeitsproduktivität ganz stark mit der Mitarbeiterzufriedenheit zusammen. Wenn sich Arbeitnehmer im Büro wohlfühlen, gibt es weniger Fehlzeiten, ein höheres Engagement und eine schwächere Fluktuation, um nur drei positive Aspekte zu nennen. Wichtig für mehr Mitarbeiterzufriedenheit sind unter anderem folgende Faktoren:

  1. Betriebsklima
  2. Tätigkeit
  3. Work-Life-Balance
  4. Büroausstattung
  5. Verhältnis zu Kollegen
  6. Respekt und Anerkennung

Die wichtigsten Maßnahmen, die die Arbeitsproduktivität im Büro steigern können, werden im Folgenden beleuchtet.

Die richtige Büroausstattung fördert die Produktivität

Mit einer ergonomischen und hochwertigen Ausstattung ist es für Arbeitnehmer angenehmer den täglichen Aufgaben nachzukommen. Eine hervorragende Auswahl gibt es beispielsweise online bei Büromöbel-Experte, wo Interessierte unter anderem einen Wunscharbeitsplatz selbst konfigurieren können. Vorteilhaft ist, dass die Büromöbel nicht nur ergonomisch sind, sondern auch designtechnisch keine Wünsche offenlassen. Um die Produktivität wirklich zu steigern, empfiehlt es sich auf folgende Details an jedem Arbeitsplatz zu achten:

  • Beleuchtung: Mitarbeiter brauchen indirektes Licht, das nicht störend oder ermüdend wirkt. Am besten ist immer noch Tageslicht. Dies sorgt auch für ein angenehmes Wohlgefühl.
  • Temperatur: Im Büro sollten kuschelige 22° C nicht überschritten werden. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent ist das eine ideale Temperatur, um produktiv zu sein.
  • Entfernung: Wer viel am Computer arbeitet, sollte einen Mindestabstand von 50 bis 70 Zentimeter einhalten. Empfehlenswert ist dabei eine Display-Größe von mindestens 24 Zoll, um die Augen zu schonen.
  • Schreitisch: Flächentechnisch ist es sinnvoll, wenn dem Mitarbeiter eine Fläche von mindestens 80 x 160 Zentimetern auf dem Schreibtisch zur Verfügung stehen. Die Höhe ist abhängig von der Körpergröße, weshalb sich individuell verstellbare Schreibtische für Büros empfehlen.
  • Schreibtischstuhl: Die Beine sollten in einem 90° Winkel stehen, wenn der Arbeitnehmer sitzt. Zudem ist eine Sitzbreite von mindestens 40 Zentimetern ratsam. Je nach Körpergröße wird bei diesem Büroequipment die Höhe angepasst. Wer auch hier auf höhenverstellbare Möbel setzt, macht alles richtig.

Lärmpegel ausblenden

Nicht jeder Arbeitnehmer kommt mit einem erhöhten Lärmpegel zurecht. So mancher Mitarbeiter kann am besten in einer ruhigen Arbeitsumgebung arbeiten. Dass das leider nicht immer machbar ist, zeigen Großraumbüros. Hier sind oft viele verschiedene Charaktere in ihren kleinen „Büroboxen“ in einem Raum untergebracht. Problematisch daran ist, dass jeder Arbeitnehmer ein anderes Empfinden hat, wenn es um Lautstärke geht.

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Tatsache ist, dass zu viel Lärm einen negativen Einfluss auf die Arbeitsproduktivität hat. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Arbeitnehmer, die mit der Geräuschkulisse am Arbeitsplatz nicht zurechtkommen, mit einem Headset arbeiten. Leise Entspannungs- oder Konzentrationsmusik fördert die Produktivität und trägt dazu bei, dass der tägliche Bürolärm ausgeblendet wird.

Flexible Arbeitszeiten tragen zu einer erhöhten Motivation bei

Heutzutage gibt es keine einheitlichen „Familienkonzepte“ im herkömmlichen Sinne mehr. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass viele Frauen nach der Elternzeit wieder Vollzeit in ihren Beruf einsteigen, während auch die Männer arbeiten. In solchen Fällen ist es oft schwierig, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Flexible Arbeitszeiten tragen daher dazu bei, dass Mitarbeiter ihre Zeit besser einteilen können. So lässt sich das Kind vor der Arbeit noch in der Kita abliefern und Mutter oder Vater kommen nicht schon unter Zeitdruck in der Firma an.

Zeitdruck und Stress sind zwei absolute Produktivitätskiller, weshalb Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten nicht nur die Familiengründung unterstützen, sondern auch im Sinne des eigenen Betriebes handeln.

Ordnung am Arbeitsplatz verhindert Unwohlsein

Von Zeit zu Zeit sieht es auf dem Schreibtisch schon mal aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Bei dem täglichen Papierkram und den ganzen Verpflichtungen ist das auch kein Wunder. Allerdings trägt ein Chaos, das nicht beseitigt wird, dazu bei, dass die Produktivität abnimmt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Schreibtisch entweder nach getaner Arbeit oder vor Arbeitsbeginn täglich gründlich aufzuräumen. So ist zudem alles viel schneller in greifbarer Nähe.

Regelmäßige Pausen erhöhen die Arbeitsproduktivität

Wer glaubt, dass es sich lohnt durch zu arbeiten und keine Pause zu machen, um entweder schneller in den Feierabend zu gehen oder gar mehr Arbeit zu schaffen, der irrt. Grundsätzlich sorgt dieses Verhalten für eine abnehmende Produktivität. Mitarbeiter, die sich regelmäßige Pausen gönnen, sind erwiesenermaßen produktiver. Es genügt bereits eine kleine Kaffeepause oder ein kurzer Sparziergang zum Bäcker, um den Kopf einfach für ein paar Minuten frei zu bekommen.

Frische Luft, grüne Pflanzen und ein gutes Raumklima unterstützen die Konzentration

Nicht nur ein gutes Betriebsklima und ein respektvoller Umgang mit den Kollegen ist wichtig, damit es rund läuft in einem Betrieb. Ein angenehmes Raumklima ist genauso wichtig für Produktivität und Konzentration. Ungesunde Büros fördern nicht nur Fehlzeiten, sondern auch Unzufriedenheit, was im schlimmsten Fall zu einer Fluktuation der Mitarbeiter führt.

Ein guter Tipp zur Verbesserung des Raumklimas und für mehr frische Luft im Büro sind Pflanzen, die die Produktivität erblühen lassen. Sie helfen auf vielerlei Art und Weise:

  • Sie reduzieren den Stresspegel im Büro.
  • Sie erhöhen Wohlbefinden und Aufmerksamkeit.
  • Sie tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei.
  • Sie üben einen positiven Einfluss auf die Psyche aus.
  • Sie fördern Entspannung am Arbeitslatz.

Außerdem verbessern sie das Raumklima. Stickige, trockene Luft begünstigt Kopfschmerzen, reizt die Augen und kann zu Erkältungen führen. Pflanzen verbessern nachweislich die Luftqualität, indem sie CO2 absorbieren und frischen Sauerstoff an die Luft abgeben.

02.09.2019

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