Dass Sport gesund ist, steht außer Frage. Allerdings warnt jetzt der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) vor einem Aspekt, der in der Öffentlichkeit bislang zu wenig beachtet wurde: das signifikant erhöhte Risiko von Arthrose durch Gelenksverletzungen, die man sich beim Sport zugezogen hat.
Laut BVOU verletzen sich jedes Jahr rund zwei Millionen Deutsche beim Sport. Besonders häufig betrifft das Knie-, Hüft-, Sprung- und Schultergelenke. Oft müssen die Ärzte auch den Meniskus entfernen. Wie Studien zeigen, entwickelt sich 20 Jahre später bei 70 Prozent der Patienten eine Arthrose. Bei Kreuzbandverletzungen im Knie ist das Risiko mit 80 Prozent sogar noch höher.
„Da Arthrose nicht heilbar ist”, betont BVOU-Vorstandsmitglied Karl-Dieter Heller, „sind Präventionsmaßnahmen unerlässlich.” Das Problem: Schreitet die Krankheit fort, ist langfristig ein künstliches Gelenk nötig.
Um Sportverletzungen an den Gelenken zu vermeiden, sieht der Verband besonders Trainer und Lehrer in der Pflicht. Es sei unerlässlich, vor allem beim Skifahren und bei Kontaktsportarten darauf zu achten, Gelenkverletzungen zu verhindern. Außerdem sollten sich Hobby- und Profisportler regelmäßig beim Facharzt auf Gelenkerkrankungen untersuchen lassen.





