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Mensch

Der „heikle“ Lebensbeginn im Blick

Die Erforschung von Embryonen kann neue Einblicke in die Anfänge des Lebens ermöglichen und Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zugutekommen. © Vladimir Zotov/istock

Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten sowie Erkrankungen oder genetisch bedingte Syndrome: Wie kann die Embryonenforschung zur Bewältigung von Herausforderungen im Zusammenhang mit der menschlichen Reproduktion beitragen und welche Tests sind in der Schwangerschaft sinnvoll? Diesen Fragen sowie den Entwicklungen in der Embryonenforschung widmet sich bild der wissenschaft in der September-Ausgabe.

Von der Vereinigung der Ei- mit der Samenzelle über die ersten Zellteilungen bis zur Ausbildung der Körperformen und schließlich der Geburt: Faszinierende Prozesse stehen am Anfang von unser aller Leben. Es handelt sich um ein Thema, das in vielschichtiger Weise wissenschaftliche, ethische oder sogar philosophische Aspekte umfasst. Diese Komplexität spiegelt sich auch in den Entwicklungen auf dem Gebiet wider, wie aus dem Titelthema „Am Anfang des Lebens“ hervorgeht.

Warum Embryonenforschung nützlich sein kann

Im ersten Teilartikel befasst sich bdw-Autor Rainer Kurlemann mit der wissenschaftlichen Erforschung der menschlichen Embryonalentwicklung. Aus ethischen Gründen unterliegt sie unter anderem in Deutschland vergleichsweise strengen Beschränkungen. So dürfen etwa keine überzählig Embryonen aus Kinderwunschkliniken für Untersuchungen genutzt werden. Einige Wissenschaftler halten dies nicht mehr für zeitgemäß. In Großbritannien sind die Vorschriften hingegen gelockert.

So wurden dort bereits einige neue Erkenntnisse zu den frühen Stadien des Lebens gewonnen, berichtet Kurlemann. Er beschreibt dabei, wie die Wissenschaftler die Zellmechanismen und die Rolle der Genetik im Rahmen der Embryonalentwicklung untersuchen. Zudem zeigt er im Artikel „Forschung an frühen Zellen“ auf, welche Chancen sich aus den Ergebnissen für Paare mit Kinderwunsch ergeben könnten. Konkret lassen sich gefährliche Mehrlingsschwangerschaften und Fehlgeburten in Zukunft vielleicht verhindern. Abgerundet wird dieses Thema von einer großen Grafik mit Erklärungen zur frühen embryonalen Entwicklung. Dabei werden Prozesse und Verfahren im Labor dem natürlichen Wachstum in der Gebärmutter gegenübergestellt.

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Kritischer Blick auf den Sinn von Tests

Anschließend beschäftigt sich Kurlemann mit den Entwicklungen bei den Untersuchungsmöglichkeiten von Ungeborenen während der Schwangerschaft. Paare müssen heute genau abwägen, was sie über ihr ungeborenes Kind wissen wollen und was nicht. Denn nicht immer ergeben sich medizinische Vorteile und schwierige ethische Fragen tauchen auf. Experten empfehlen demnach etwa Untersuchungen auf schwere Herzfehler schon während der Schwangerschaft, um früh Behandlungen einleiten zu können. Bei anderen Erkrankungen und Risiken erscheint ein frühes Wissen allerdings nicht sinnvoll.

Besonders durch den Einsatz der sogenannten nicht-invasiven Pränataltests haben sich neue Möglichkeiten eröffnet, die kritische Fragen aufwerfen, berichtet Kurlemann. Bei diesem Verfahren genügt eine vergleichsweise einfache Analyse des Blutes einer Schwangeren. Sind in der Probe viele DNA-Bruchstücke vom Chromosom 21 enthalten, ist das ein Hinweis darauf, dass ihr Kind vom Down-Syndrom betroffen ist. Wird dies womöglich zu mehr Abbrüchen bei Trisomie-Schwangerschaften und zu einem Trend zur „Perfektionierung“ von Kindern führen? Diese Fragen wirft der Artikel „Gesund und munter“ auf.

Das Titelthema „Am Anfang des Lebens“ finden Sie in der September-Ausgabe von bild der wissenschaft, , die ab dem 16. August im Handel erhältlich ist.

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